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Editorial |
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Liebe Leserinnen und Leser! Den Auftakt macht der Artikel von Maria Kron mit einer grundsätzlichen Reflexion zum Umgang mit Heterogenität, in dem sie die Dialektik von Gleichheit und Verschiedenheit als Grundfigur inklusiver Pädagogik im Elementarbereich zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen macht. Ferdinand Klein diskutiert in seinem ebenfalls grundlegenden Beitrag die UN-Behindertenrechtskonvention als verbindlichen Handlungsrahmen der Arbeit in der Kindertagesstätte. In unterschiedlicher Weise thematisieren die folgenden Artikel Fragen der Qualität inklusiven elementarpädagogischen Arbeitens. Birgit Papke stellt ein Fallbeispiel in das Zentrum ihres Beitrags, an dem sie zeigt, wie der Bildungsauftrag der Kindertagesstätte in einem inklusiven Arrangement realisiert werden kann. An diesem Beispiel illustriert sie die Chancen, diskutiert aber auch die Risiken der in den meisten Bundesländern eingeführten Bildungspläne für den Elementarbereich. Die Partizipation von Eltern und Kindern stellt für Sabine Lingenauber ein Schlüssel zur Verbesserung der Bildungsqualität für alle Kinder dar, wie sie in ihrem Beitrag zu den Erfahrungen aus dem Projekt TransKiGs zum Übergang von der KiTa in die Schule zeigt. Andrea Platte gibt am Beispiel konkreter Einrichtungen Anregungen zu einer qualitativen Begleitung des Ausbaus frühkindlicher Bildung - wobei die Orientierung an der Leitidee der Inklusion verspreche, ein spezifisches Problem des deutschen Bildungssystems zu bewältigen, nämlich das der sozialen Aussonderung. Stephanie Schür diskutiert in ihrem Beitrag die Frage, ob und wie sich die Inklusionpädagogik von den Konzepten des „Diversity Managements“ anregen lassen kann. Trotz des betriebswirtschaftlichen Hintergrunds des Diversity Management macht sie so deutliche strukturelle Übereinstimmungen mit den Grundideen der Inklusion aus, dass es gewinnbringend sei, beide Ansätze gemeinsam zu denken und die jeweiligen Vorteile füreinander nutzbar zu machen. Ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung im Krabbelstubenalter richtet Robert Trippel. Er geht hier sowohl auf die Rahmenbedingungen ein, betont aber vor allem Bereitschaft von PädagogInnen zur Auseinandersetzung mit der eigenen inneren Haltung und emotionalen Beteiligung als zentrale Gelingensbedingung integrative Gruppenprozesse. „Besorgte Nachfragen zur Debatte um die Elementarpädagogik“ stellen Manfred Gerspach und Thilo Naumann am Ende dieses Themenblocks. Die beiden Autoren sehen in der gegenwärtigen Bildungsdebatte im Vorschulbereich die Gefahr, Kindheit mit Wissensansprüchen und Verhaltensnormen derart zu überfrachten, dass sie den kindlichen Entwicklungsbedürfnissen dieses Lebensabschnitts diametral zuwider laufen. Und so könne es gar nicht verwundern, dass Kinder mit Beeinträchtigungen emotionaler, geistiger oder körperlicher Art in dieser Debatte gar keine oder allenfalls eine – politisch korrekte – randständige Erwähnung fänden. Zwei Beiträge aus Frankreich beziehungsweise aus Portugal erweitern das Bild um Erfahrungen aus dem europäischen Ausland. In Fortführung des Themenschwerpunkts der letzten Ausgabe „Internationale Perspektiven auf Inklusion“ haben wir hier zwei Beiträge aufgenommen, die sich mit der Situation zweier afrikanischer Staaten auseinandersetzen. Joachim Schroeder analysiert in seinem Beitrag „Exklusionsrisiken und Inklusionsbemühungen“ in dem südost-afrikanischen Staat Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt. Er zeigt hier die Probleme des Konzepts der „Bildung für alle“ auf und formuliert zugleich eine deutliche Kritik der deutschen Bildungspolitik in Entwicklungsländern.
Als Themenschwerpunkte der folgenden Ausgaben sind geplant: Dieter Katzenbach |
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| Veröffentlicht: 2010-07-24 | |
Nr. 3 (2010)
Inhaltsverzeichnis
Beiträge
Maria KronAusgangspunkt: Heterogenität. Weg und Ziel: Inklusion?
Ferdinand KleinBirgit Papke
Bildung und Bildungspläne in der Elementarpädagogik – Chancen für Inklusion
Sabine LingenauberBildungsqualität durch Partizipation. Kinder und Eltern als Akteure im Übergangsprozess
Andrea PlatteInklusion als Orientierungsrahmen für Qualitätsentwicklung in der Frühpädagogik
Stephanie SchürInklusion und Diversity Management - Perspektiven einer Pädagogik für alle Kinder
Robert TrippelZur integrativen Betreuung von Kindern mit Behinderung im Krabbelstubenalter
Manfred Gerspach Thilo Maria NaumannBesorgte Nachfragen zur Debatte um die Elementarpädagogik
Aliette Vérillon Brigitte BelmontL’éducation inclusive en France
Isabel Carvalho Viana Ana Maria SerranoInclusion and citizenship – plural cultural context of creativity and curricular innovation
Joachim SchroederReinhard Markowetz
Kommentierte Links und Literatur
Gottfried WetzelKommentierte Literaturübersicht zur Inklusion im Elementarpädagogik




