Zeitschrift für Inklusion, Nr. 2 (2006)

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Community Care und bürgerschaftliches Engagement: Chancen und Risiken

Michael Wunder

Abstract


"Care" bedeutet Sorge, Fürsorge und Verantwortung. "Community Care" bedeutet, dass die Gemeinde und die Gemeinschaft diese soziale Sorge übernehmen sollen. Der Bürger wird mit in die Verantwortung für Menschen mit Behinderung und alle anderen Menschen, die von Marginalisierung bedroht sind, genommen. Gebraucht wird das bürgerschaftliches Engagement von vielen, um dieses zukunftsweisende Verständnis von Gemeinde und Gemeinschaft in die Praxis umzusetzen. Wie ändert sich dabei das Selbstverständnis von Ehrenamt und bürgerschaftlichen Engagement? Welche Bedingungen müssen geschaffen werden, damit sich mehr Menschen bürgerschaftlich engagieren? Gefahr droht aber, wo die Grenzen zwischen einem neuen Verständnis von Gemeinwesenorientierung mit einer positiven Nutzung nachbarschaftlicher Strukturen und bloßen Verbilligungsstrategien der Sozialbehörden verwischen. Wo wird bürgerschaftliches Engagement ausgenutzt, um die öffentliche Hand zu entlasten? Wie ist das Verhältnis von ehrenamtlicher und professioneller Arbeit zu bestimmen? Wieviel bürgerschaftliches Engagement, aber auch staatliche Hilfe brauchen wir für ein gutes Leben von Menschen mit Behinderung mitten unter uns?

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