Ausgabe: 3/2010
Der Index für Inklusion versteht sich als Hilfestellung und Handreichung zur Unterstützung der inklusiven Entwicklung in allen institutionellen Formen von Tageseinrichtungen für Kinder, um die Partizipation der Kinder und Jugendlichen am Spiel und Lernen zu erhöhen.
Tony Booth, Mel Ainscow & Denise Kingston (2006). Index für Inklusion: Tageseinrichtungen für Kinder - Lernen, Partizipation und Spiel in der inklusiven Kindertageseinrichtung entwickeln. Hrsg. der deutschsprachigen Fassung: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Frankfurt am Main.
http://www.eenet.org.uk/resources/docs/Index%20EY%20German2.pdf
Hörgeschädigte Kinder besuchen häufig allgemeine oder integrative Kindergartengruppen an ihrem Wohnort. Obwohl die gemeinsame Erziehung in der Praxis seit langem Realität ist, existieren bisher kaum Forschungen zur Situation hörgeschädigter integrierter Kindergartenkinder in Deutschland. Der Fokus der Studie liegt auf der Erschließung der Zusammenhänge zwischen der Sprachentwicklung und Sprachförderung der hörgeschädigten Kinder während der Kindergartenzeit, ihrer Interaktion mit den hörenden Kindergartenkindern und Erzieherinnen und dem Erleben der Integration durch die Erzieherinnen und die Eltern.
Susanne Diller (2009). Integration hörgeschädigter Kinder in allgemeinen und integrativen Kindergärten: Eine Untersuchung mit den Schwerpunkten Sprache und Interaktion. Hamburg: Kovac. (Integrationspädagogik in Forschung und Praxis ; 3) http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-4329-5.htm http://www.socialnet.de/rezensionen/8292.php
„In dem Buch werden auch praktische Fragen zur Arbeit in Integrationsgruppen behandelt - von der Stimulierung bestimmter Lernprozesse in der Kindergruppe über das Setzen von Regeln, die Mitarbeit an Förderplänen, die Gestaltung der Eingewöhnungsphase bei neu aufgenommenen behinderten Kindern bis hin zur Elternarbeit. Ferner wird auf die Raumgestaltung, die Ausstattung mit bestimmten Spielmaterialien und eine sinnvolle Altersstruktur in der Kindergartengruppe eingegangen.“
Rita Fritzsche & Alrun Schastok (2005; 2., aktualisierte Auflage). Ein Kindergarten für alle: Kinder mit und ohne Behinderung spielen und lernen gemeinsam. Neuwied: Luchterhand. http://www.socialnet.de/rezensionen/396.php
In den Beiträgen dieses Buches geht es um (Phantasien von) Entwicklungsmöglichkeiten von behinderten Kindern und deren Bedeutung für ihre reale Entwicklung in den ersten Lebensjahren: Wie wird die Entwicklung in der Familie durch die Erfahrungen im öffentlichen Bereich, z. B. in integrativen Krabbelstuben, ergänzt? Wie kann das Miteinander von Eltern und PädagogInnen aussehen? Wie können beide, behinderte und nichtbehinderte Kinder, voneinander in Krabbelstuben profitieren? Was kann für Kinder dieser Altersstufe die Auseinandersetzung mit Anders-Sein bedeuten?
Manfred Gerspach, Bernd Niedergesäß, Robert Trippel, Elke Schultheis-Schunk & Bettina Reichmuth-Gemlich (2004). Die gespiegelte Behinderung: gelungene Integration in Krabbelstube und Kindergarten. Lüneburg: Dreves.
„Das Projekt QUINTE (Qualitätsstandards für die Integrationsentwicklung in Münchner Kindergärten) basiert auf einem ökologischen Mehrebenenmodell der Qualitätsentwicklung, das letztlich ausgehend von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und ihren Eltern über das gemeinsame Spiel in der integrativen Gruppe und die Zusammenarbeit im Team auf die Entwicklung einer inklusiven Kindertageseinrichtung mit entsprechenden externen Unterstützungssystemen abzielt.“
Heimlich, Ulrich & Behr, Isabel (2005). Integrative Qualität im Dialog entwickeln – auf dem Weg zur inklusiven Kindertageseinrichtung. Band 1 der Publikationsreihe „Integrative Förderung in Forschung und Praxis“. Münster: Lit-Verlag, 2005 http://www.quinte.integpro.de/assets/texte/abschlussbericht.pdf
„Dieses Buch will die Notwendigkeit und Bedeutung der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung in der Tageseinrichtung, in einer Kita für alle Kinder (Stichwort: Inklusion) aufzeigen und konkrete Hilfestellungen dazu anbieten. … Sehr gelungen ist die Darstellung theoretischer Grundlagen der gemeinsamen Erziehung in allgemein verständlicher Form. So wird z. B. überzeugend erläutert, was sich für Erzieherinnen in der integrativen Erziehung ändert und welche Rahmenbedingungen und Handlungsgrundlagen geschaffen werden müssen, damit die gemeinsame Erziehung gelingen kann.“
Sabine Herm (1996): Gemeinsam spielen, lernen und wachsen: Entwicklungsbegleitung von Kindern mit und ohne Behinderung im Kindergartenalltag - Psychomotorik in der integrativen Arbeit mit behinderten und nichtbehinderten Kindern.
Mit dieser Grundlegung liegt eine Arbeit in der Kita vor, die den Gedanken der Inklusion in ihren vielen Theoriebezügen beschreibt und gleichzeitig außergewöhnlich viele hilfreiche Praxishinweise liefert. Der Autor zeigt an vielen Beispielen auf wie alle Kinder Gerechtigkeit und Gleichheit erfahren und von der Entwicklungsunterstützung einzelner Kinder alle Kinder profitieren können. Und dass darüber hinaus trotz der vielfältigen Unterschiede der Kinder alle Beteiligten verstehen können, dass jeder Mensch seine einzigartigen Besonderheiten besitzt und keine davon besser oder schlechter sind als andere.
Ferdinand Klein (Erscheint im Oktober 2010). Inklusive Erziehungs- und Bildungsarbeit in der Kita. Heilpädagogische Grundlagen und Praxishilfen. Bildungsverlag EINS: Troisdorf.
Die einzelnen Beiträge unterstreichen die gesellschaftliche Bedeutung von Integrationsprozessen im vorschulischen Bereich anhand Analysen bundesweiter Daten zur Integration unter dem Aspekt der institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen und der gesetzlichen Voraussetzungen für die Integration in österreichischen Kindergärten, einer schriftlichen Befragung von Kindergärtnerinnen und Eltern sowie Erfahrungsberichten und Fallstudien.
Gerald Knapp & Gerald Salzmann (Hrg. 1998). Integration im Kindergarten: fördernde und hemmende Bedingungen integrativer Erziehung. Studien zur Erziehungswissenschaft, Bd. 2 Klagenfurt: Neuer Kaiser-Verlag.
Trotz einiger kritischer Vorbehalte scheinen Eltern von Kindern mit Behinderung und Eltern von Kindern ohne Behinderung weitgehend zufrieden mit der wohnortnahen gemeinsamen Erziehung ihrer Kinder. Jedoch zeigen die Ergebnisse einer Elternbefragung, dass die Qualität von Integration aus Sicht der Nutzer an vielen Punkten noch zu verbessern wäre. Videobeobachtungen von Spielsituationen in Einrichtungen mit Integrationsplätzen bestätigen, dass Integrationspädagogik mehr sein muss, als eine Ergänzung herkömmlicher Regelpädagogik durch heilpädagogische und therapeutische Erkenntnisse.
Daniela Kobelt Neuhaus (Hrg. 2001). Qualität aus Elternsicht: gemeinsame Erziehung von Kindern mit und Kindern ohne Behinderung. Seelze/Velber : Kallmeyer.
Wie kann Inklusion im Kindergarten gelingen? Die AutorInnen präsentieren den aktuellen Stand der Integrationsentwicklung und den Paradigmenwechsel zum neuen Konzept der Inklusion. Dabei steht die Teilhabe an der „Peer-Kultur“ im Mittelpunkt. Es werden auch Modelle beschrieben, die sich im Umgang mit schwierigen Situationen in Integrations-Gruppen bewährt haben.
Max Kreuzer & Borgunn Ytterhus (Hrsg.): Dabeisein ist nicht alles. Inklusion und Zusammenleben im Kindergarten. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2008. http://www.socialnet.de/rezensionen/6781.php
„Nach 25 und mehr Jahren der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und Kindern ohne Behinderung können wir zumindest für den Elementarbereich konstatieren, dass in vieler Hinsicht positive Entwicklungen stattgefunden haben.“ … „Was ich mit den verschiedenen Beispielen zeigen bzw. in Erinnerung rufen will: Dass integrative Prozesse auf individueller Ebene jeweils Voraussetzung und Resultat integrativer Prozesse auf interpersoneller-, auf Gruppenebene sind und umgekehrt. Mit jeder gelingenden Interaktion entwickelt sich beides ein Stück weiter. Es ist eine wesentliche pädagogische Aufgabe integrativer bzw. inklusiver Erziehung, für das Umfeld und das Wohlbefinden der Kinder zu sorgen, damit solche gelingenden Interaktionen zustande kommen.“
Maria Kron: 25 Jahre Integration im Elementarbereich - ein Blick zurück, ein Blick nach vorn. http://bidok.uibk.ac.at/library/inkl-01-06-kron-elementar.html
„Was ist die angemessene Form der Betreuung von Kindern mit Behinderung im Kindergartenalter – heilpädagogische Tagesstätte, Kindergarten / Kindertageseinrichtungen mit integrativer Gruppe (Schwerpunktgruppe) oder mit Einzelintegration? Die vorliegende Untersuchung kann für Eltern, PädagogInnen und andere Interessierte deutlich machen, was die besonderen Schwerpunkte, was die Vor- und Nachteile aus Sicht der Beteiligten sind. Viele wichtige Punkte werden durchleuchtet: Die pädagogischen Konzepte der Kindergärten und -tagesstätten, integrative / inklusive Aspekte der pädagogischen Arbeit, therapeutische Gesichtspunkte, Kooperation und Vernetzung der Einrichtungen, die Zusammenarbeit mit den Eltern, die Vorbereitung auf die Schule sowie Erfahrungen aus den ersten Schuljahren der Kinder.“
Maria Kron & Birgit Papke (2006). Frühe Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern mit Behinderung: Eine Untersuchung integrativer und heilpädagogischer Betreuungsformen in Kindergärten und Kindertagesstätten. http://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/1460.html
„Qualität inklusiver Prozesse hängt somit eng damit zusammen, inwieweit es gelingt, nicht nur einzelne assistenzberechtigte Kinder zu integrieren, sondern Prozesse zu unterstützen, zu fördern und in Gang zu setzen, um einen ´Kindergarten für alle Kinder´ im jeweiligen sozialräumlichen Umfeld zu realisieren.“ (S. 129)
Stephan Thalheim 2004. Ein Kindergarten für alle Kinder. Modellprojekt zur Unterstützung der Inklusion von assistenzberechtigten Kindern in Kindergärten in Stadt und Landkreis Reutlingen (Abschlussbericht). http://www.kigafueralle.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=6&Itemid=28
Stephan Thalheim, Jo Jerg & Werner Schumann (Hrsg. 2008). Inklusion im Kindergarten – Qualität durch Qualifikation. Reutlingen: Ev. Fachhochschule.
Es ist Aufgabe der Früh- und Vorschulerziehung, Kinder so zu begleiten, dass sie aus sich heraus ihre persönlichen Handlungsfähigkeiten entwickeln können. Besonders der Kindergarten stellt sich auf ganz unterschiedliche kindliche Entwicklungsbedürfnisse ein und bemüht sich um einen kinderpädagogischen Ansatz des Zusammenseins sehr verschiedener Kinder, der viel Gemeinsamkeit ermöglicht und dennoch die individuelle Förderung eines jeden Kindes umfasst. Dieses Hand- und Lehrbuch möchte theoretische und praktische Basiskompetenzen zur integrativen Förderung von Kindern vermitteln und zur pädagogisch-therapeutischen Zusammenarbeit ermutigen.
Paula Tietze-Fritz (1997). Integrative Förderung in der Früherziehung: entwicklungsgefährdete Kinder und ihre psychomotorischen Fähigkeiten; ein Handbuch (nicht nur) für den Kindergarten. Dortmund: Borgmann.
Um Kindern mit Behinderungen jeweils die geeigneten und möglichen Hilfen zukommen zu lassen, bedarf es entsprechender Kenntnisse über die Strukturen der Angebote, die rechtlichen Grundlagen und über pädagogische Förderkonzepte. Außerdem bedarf es auf der Ebene der Landkreise und der Gemeinden einer grundsätzlichen Planung über den vorhandenen Bedarf und entsprechender Angebotsformen. Dieses Handbuch ist für alle Beteiligten eine Orientierungshilfe bei der Suche nach der geeigneten Förderung von beeinträchtigten Kindern und für die Schaffung der Voraussetzungen dazu.
Rudolf Vogt (2007). Integration von Kindern mit Behinderungen, Verhaltensschwierigkeiten, und einem besonderen erzieherischen Bedarf im Kind.
25 Jahre nach der Gründung des ersten Integrativen Kindergartens Österreichs wird der Frage nachgegangen, wie es mit der Qualität der Integration aussieht, wenn diese sich flächen-deckend ausweitet? Da noch öfters Integration auf der Verpackung draufsteht, aber etwas anderes praktiziert wird, gilt es zu präzisieren, wann die Qualität der Integration stimmt.
Gottfried Wetzel, Verena Schlipfinger & Michaela Zettl (2001): Qualität der Integration von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf in Kindergärten des Bundeslandes Salzburg - eine empirische Studie.. In: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft, Nr. 3/4, 63-72. http://bidok.uibk.ac.at/library/beh3-4-01-wetzel-qualitaet.html