Auf der Suche nach einem kritischen Freund

Die Eugen-Kaiser-Schule ist eine gewerbliche Berufs- Berufsfach-, Fach- und Fachoberschule in Hanau, die auch Berufsvorbereitende Bildungsgänge in Voll- und Teilzeitform anbietet ( BVJ und EIBE in Vollzeit und Unterricht für Menschen aus dem Berufsbildungsbereich der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Teilzeit).
Seit einigen Jahren laufen erfolgreiche Kooperations-Projekte insbesondere zwischen der Fachschule für Sozialpädagogik, der Fachoberschule für Sozialwesen und den Berufsvorbereitenden Bildungsgängen (schwerpunktmäßig mit den Schülerinnen und Schülern aus dem Berufsbildungsbereich).
Das Team von Lehrerinnen und Lehrern, das  diese Projekte initiiert, plant und begleitet, beschäftigt sich schon geraume Zeit mit der Idee der Inklusion und versucht, diesen Ansatz  als Basis für seine  Projekte zu installieren und das Konzept darauf aufzubauen.
Nun wollen wir – das Team – einen Schritt weiter gehen: Wir möchten uns gerne auf den Weg hin zu einer inklusiven Schule begeben.
Dazu brauchen wir Beratung und Unterstützung, zumal wir bislang keine Schulen gefunden haben, die im Bereich Sekundarstufe II (insbesondere an beruflichen Schulen) nach diesem Ansatz arbeiten und über Erfahrungen berichten oder Hilfestellungen zu einer Konzeptentwicklung geben könnte.
Näheres zum Hintergrund:

Davon ausgehend möchten wir unser Augenmerk darauf richten, dass hier  innerhalb beider Initiativen kein betriebswirtschaftlich orientierter Qualitätsbegriff im Vordergrund steht und die Auseinandersetzung mit der professionellen pädagogischen Qualität nicht in den Hintergrund rückt oder völlig verschwindet, da hier u.a. messbare Daten schwer festzulegen sind.
Wir haben bereits Erfahrungen im Gemeinsamen Unterricht gesammelt und als festen Bestandteil in die Ausbildungsstruktur der Fachschule für Sozialpädagogik (Erzieher- und Erzieherinnen) und den Unterricht für Schüler aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aufgenommen. Hier werden im Besonderen soziale und kommunikative Kompetenzen vermittelt sowie psychomotorische  Fähigkeiten und Fertigkeiten verbessert / weiterentwickelt.
Schwerpunkte hierbei sind:

Wir machen bisher gute Erfahrungen damit und wollen den Geist dieser Arbeit nun, wie oben schon angesprochen, auf die gesamte Schule übertragen sehen. Das heißt für uns, wir suchen nach Möglichkeiten, in allen Bereichen des Schulalltages inklusiv zu arbeiten.
Wir wollen die Gunst der Stunde der Neuorientierung nutzen. Unser nächster Schritt ist dabei, in der Diskussion um das Qualitätsleitbild der Schule den Index für Inklusion einzubringen.
Es ist uns bewusst, dass der gemeinsame Unterricht von Menschen mit und ohne Behinderungen nur ein Teil der inklusiven Idee ausmacht.
Inklusion kann nur einhergehen mit entsprechenden Haltungen aller Beteiligten der Schulgemeinde, an der es zu arbeiten gilt. Hierin sehen wir ein Aufgabengebiet, bei dem wir besonders auf Beratung und Unterstützung angewiesen sind.
Sollten Sie über Erfahrungen in der Umsetzung einer inklusiven Pädagogik im (Berufs)schulbereich verfügen oder Tipps und Ratschläge für uns haben, wären wir über Informationen oder Hilfestellungen dankbar.

Für die AG Inklusion
Benno Horst
(Sonderschullehrer an der Berufsschule)
AG Inklusion
an der Eugen-Kaiser-Schule
Lortzingstraße 16
63452 Hanau
Tel.: 06181 98470