https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/issue/feed Zeitschrift für Inklusion 2018-11-11T17:38:34+01:00 Dieter Katzenbach d.katzenbach@em.uni-frankfurt.de Open Journal Systems <p>Die "Zeitschrift für Inklusion" ist eine Fachzeitschrift mit dem Fokus integrativer Pädagogik und Inklusion. Integrative Pädagogik beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Leben, Lernen und Arbeiten von behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in allen Lebensbereichen. Inklusion ist die Vision von einem gesellschaftlichen Zusammenleben, in der stigmatisierende Dichotomien wie z. B. "behindert / nichtbehindert" bedeutungslos werden. Darüber hinaus befasst sich Inklusion mit der internationalen Perspektive und mit der Frage einer Weiterentwicklung von integrativer Pädagogik.</p> <h3>Open-Access-Richtlinie</h3> <p>Diese Zeitschrift bietet freien Zugang (Open Access) zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, dass die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt.</p> <h3>Review</h3> <p>Die Zeitschrift für Inklusion verwendet ein Single-Blind-Peer-Review.</p> https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/411 Inklusion als Kritik 2018-05-25T06:58:57+02:00 Hendrik Trescher trescher@em.uni-frankfurt.de <p>Ausgehend von einem Verständnis von Behinderung als ‚Diskursbehinderung‘ entfaltet der Autor ein Inklusionsverständnis, das er als Dekonstruktion von Diskursteilhabebarrieren versteht und das auf ein Verschieben von Diskursen beziehungsweise Zugängen zu Diskursen abzielt. Der Autor entfaltet dieses Verständnis vor der Folie des stationären Wohnens in der Behindertenhilfe. Dabei nimmt er Bezug auf Ergebnisse der Studie ‚Wohnräume als pädagogische Herausforderung. Lebenslagen institutionalisiert lebender Menschen mit Behinderung‘ (u.a. Trescher 2017c), welche im Gros zeigen, dass äußere und innere (in)formell vorgegebene Praxen ‚behindernd‘ wirksam werden und letztlich zu einer bürokratischen Überformung der Subjekte führen. Inklusion heißt in diesem Kontext, behindernde Praxen, wie ebenjene bürokratische Überformung, zu dekonstruieren und ist folglich ein Prozess, der Behinderung gegenläufig ist. Inklusion ist deshalb kritisch, weil sie Diskursteilhabebarrieren dekonstruiert und somit letztlich auch Gesellschaft verändert.</p> 2026-03-20T18:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/432 Raum und Inklusion: Zu einem relationalen Verhältnis 2018-02-08T21:36:18+01:00 Hendrik Trescher trescher@em.uni-frankfurt.de Teresa Hauck t.hauck@em.uni-frankfurt.de <p>Raum wird in Aneignungspraxen durch Subjekte hervorgebracht, während diese in einem Verhältnis wechselseitiger Gleichzeitigkeit als ‚Aneignungssubjekte‘ subjektiviert werden. Menschen, die als ‚behindert‘ bezeichnet werden, haben häufig nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Aneignung bzw. können sich Raum mitunter nur als ‚Territorium der Anderen‘ aneignen. Eine solche Aneignung erfolgt zumeist (ganz wortwörtlich) über Sonderwege. Im Beitrag wird sowohl theoretisch als auch anhand der Betrachtung von Fallbeispielen, die im Rahmen des Projekts „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch e.V. generiert wurden, dargelegt, inwiefern eingeschränkte Aneignungsmöglichkeiten von Raum als Behinderungspraxen wirksam werden. Schlussendlich wird diskutiert, wie Raum und Inklusion relational zusammenhängen bzw. welches Verständnis von Inklusion es bedarf, um Inklusion (in Theorie und Praxis) relational zu denken.</p> 2020-10-20T05:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/408 Eine psychodynamische Betrachtung von Ausgrenzungsprozessen im Rahmen von Inklusion 2018-05-25T06:58:55+02:00 Karolina Goschiniak kagoschi@uni-mainz.de <p>In diesem Beitrag soll die Bedeutung von gruppendynamischen Prozessen in einer inklusiven pädagogischen Praxis herausgearbeitet werden. Einleitend soll ein kurzer Problemaufriss des Paradigmenwechsels im bildungspolitischen Diskurs gegeben werden. Im Fokus der weiteren Betrachtung stehen Gruppenbildungsprozesse und ihre Bedeutung für die Entstehung von inklusiven und exklusiven Situationen in der pädagogischen Praxis. Abschließend werden veränderte Ansprüche an das professionelle pädagogische Handeln in Bezug auf die Betrachtung von psychodynamischen Prozessen im Gruppengeschehen aufgezeigt.</p> 2020-01-20T20:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/419 Disability Studies im Handlungsfeld Behinderung und Sexualität 2018-05-25T06:58:57+02:00 Karin Elinor Sauer sauer@dhbw-vs.de <p>Die Perspektive der Disability Studies trägt dazu bei, Menschen mit ‚Behinderung‘ nicht mehr als ‚fremdbestimmte Objekte‘ sondern als ‚handlungsfähige Subjekte‘ wahrzunehmen. Im Bereich der Sexualität von Menschen mit ‚kognitiven‘ oder ‚Schwerstmehrfach-Behinderungen‘ kann eine diversitätsbewusste Haltung helfen, die Differenzlinien ‚Sexualität‘ und‚ Behinderung‘ mit der Wahrung der Menschenwürde zu verbinden. Dabei geht es darum, wie eine machtkritische Sensibilisierung zur Wahrnehmung von Bedürfnissen und Grenzen erfolgen kann, auf deren Grundlage Präventionsmöglichkeiten von (sexueller) Gewalt bei Menschen mit Behinderungen abgeleitet werden können, die sowohl als Gegenstand Sozialer Arbeit als auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden müssen. Daher werden im folgenden Bedingungen, Bedeutungen und Begründungen dieses Themenkomplexes reflektiert.</p> 2019-04-20T18:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/464 Psychiatrien als temporäre Übergangsorte für besonders vulnerable Subjekte einer inklusiven und exklusiven Gesellschaft. 2018-11-11T17:38:33+01:00 Sophie C. Holtmann sophie.holtmann@uni-wuerzburg.de Pierre-Carl Link pierre-carl.link@uni-wuerzburg.de Marie-Luise Fischer marie-luise.fischer@stud-mail.uni-wuerzburg.de <p>Zu kritisieren wird in Deutschland das weltweit wohl am besten und größten ausgebaute Versorgungsnetz durch (Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenen-) Psychiatrien sein. Dagegen wäre ein Ausbau ambulanter Versorgungsangebote indiziert, beispielsweise tagesklinische Strukturen, die Übergänge in den Alltag einleiten. Destotrotz appelliert dieser Beitrag für den Erhalt wissenschaftlicher und juristischer Termini (z.B. psychische Krankheit, Verhaltensstörung, Verhaltensauffälligkeit), von Diagnosen und des Förderbedarfs emotionale und soziale Entwicklung, ausgehend von einem Verständnis der Menschenwürde als Wertfundament der Psychiatrie. Damit verbunden geht die These einher, dass auch in einem realen - sich als inklusiv verstehenden- Gesellschaftssystem Psychiatrien als Übergangsorte <em>zwischen</em> Institutionen erhalten bleiben sollten. Eine Psychiatrie, beschreibt man sie auch als Ort der Exklusion, ist nicht per se ein sogenannter „schlechter“ Ort. Systematisch ist einer Inklusion Exklusion nicht vorzuziehen. Beide stellen Macht- und Regierungspraktiken mit einem jeweils spezifischen Zugriff auf das vulnerable Subjekt dar. Bevor die Frage der Psychiatrie als Ort der Exklusion und Inklusion erörtert werden kann, sollten - mit einem Fokus auf die Würde des Menschen - philosophische und ethische Fragestellungen in Hinblick auf die Psychiatrie in ihrer Funktion der Rehabilitation sozialer und gesellschaftlicher Teilhabefähigkeiten grundlegend geklärt werden. Einen solchen Grundlagenbeitrag möchte der vorliegende Artikel darstellen.</p> 2018-11-11T17:01:01+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/499 Antipsychiatrie, der erweiterte Inklusionsbegriff und die Entpathologisierung des Fremden: 2018-11-11T17:38:33+01:00 Maryam Laura Moazedi laura.moazedi@uni-graz.at <p>Zwar gilt die antipsychiatrische Bewegung der 1960er-Jahre als eine, die eher im historischen Kontext und im Imperfekt besprochen wird. Ihre Forderungen auf den neuen, erweiterten Begriff von Inklusion auszudehnen und im Hinblick auf Ethnizität zu beleuchten – einer Dimension, die angesichts der Migrationsbewegungen von steigender Bedeutung ist – zeigt allerdings durch eine Reihe von Parallelen die Chance, ethnozentrisch konstruierte Normen in der Psychiatrie und ihren Nachbardisziplinen Psychologie und Psychotherapie ins Bewusstsein zu rücken. Anhand von Beispielen wie Stichprobenzusammensetzung, Somatisierung, Schizophrenie und Gesprächsführung soll hier aufgezeigt werden, in welchem Ausmaß Normen westlich definiert und sogenannte Abweichungen davon nicht als wertneutrale Variante gesehen werden, sowie auf das Potenzial hingewiesen werden, das sich implizit in den Forderungen der Antipsychiatrie findet.</p> 2018-11-11T16:23:37+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/501 „Nur in der Freiheit ist Entwicklung möglich“ - Auf der Suche nach Guter Form, oder was macht aus einer helfenden eine hilfreiche Beziehung 2018-11-11T17:38:33+01:00 Oliver Koenig oliver.koenig@univie.ac.at <p>Wann ist und was macht professionelles Handeln hilfreich? Diesen Fragen möchte der vorliegende Text nachgehen und dabei eine theoretische Annäherung an eine Theorie hilfreicher Beziehungen leisten. Dies geschieht eingebettet in eine Studie, die sich mit Fragen der Wirkungen und des Verstehens von Wirkfaktoren innerhalb der ambulanten Begleitung von erwachsenen Menschen mit psychischer Erkrankung am Beispiel der „Persönlichen Betreuung und Begleitung im Alltag“ des Vereins LOK beschäftigt. Im Rahmen des vorliegenden Beitrages wird zunächst auf Forschungstraditionen eingegangen, welche Fragestellungen des Wirkens sozialer Hilfen im Kontext extramuraler Unterstützungsangebote für Menschen mit psychischer Erkrankung behandelt sowie daraus Faktoren für wirkungsvolles Handeln abgeleitet haben. Im Anschluss werden das untersuchte Gegenstandsfeld, die leitenden Fragestellungen sowie das Forschungsdesign vorgestellt. Bevor im Rahmen dieser Untersuchungen herausgearbeitete Wirkungen und Wirkfaktoren systematisierend beschrieben werden, erfolgt zunächst ein für das Verstehen der gegenstandsbezogenen Theorie notwendiger Exkurs über die organisationale Einbettung sowie Besonderheiten des untersuchten Feldes. Kernstück dieses Beitrages ist die Skizzierung einer Theorie hilfreicher Beziehungen, wozu auf das gestalttherapietheoretische Konzept der „Guten Form“ (Zinker 1994) zurückgegriffen und dieses mithilfe der erhobenen Daten weiterentwickelt wird. Der Artikel schließt mit einigen Implikationen sowie kritischen Anmerkungen zu Möglichkeiten der Weiterentwicklung des untersuchten Arbeitsfeldes.</p> 2018-11-11T15:38:45+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/410 Inklusionsdiskurse der reformierten Psychiatrie 2018-11-11T17:38:33+01:00 Christiane Carri c.carri@gmx.de <p>In diesem Beitrag zu „Inklusionsdiskurse der reformierten Psychiatrie“ wird zunächst ein kurzer Überblick über den Reformierungsprozess innerhalb der Institution Psychiatrie und dessen Hintergründe gegeben. Darauf folgend wird beispielhaft anhand eines Projektes der Reformpsychiatrie, namentlich <em>Ex-In</em>, der These nachgegangen, dass der strukturelle Reformierungsprozess innerhalb der psychiatrischen Ordnung die wesentlichen Grundsätze selbiger – und somit auch grundlegende Kritiken an dieser- unverändert gelassen hat.</p> 2018-11-11T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/462 Depathologisierung – Diagnostik der emotionalen und sozialen Entwicklung im inklusiven Kontext 2018-11-11T17:38:33+01:00 Mai-Anh Boger mai-anh.boger@uni-bielefeld.de <p>Was in anderen Kontexten als ‚Dekategorisierung‘ bezeichnet wird, liefe im Kontext des Förderschwerpunkts ‚Emotionale und soziale Entwicklung‘ auf eine Depathologisierung hinaus. Der vorliegende Artikel zeichnet vergleichend nach, was eine solche kritische Betrachtung diagnostischer Systeme für den Förderschwerpunkt ‚Emotionale und soziale Entwicklung’ bedeutet. Welche Implikationen hat eine Pathologisierungskritik für diagnostische Prozesse? Welche Folgen hat dies für Seminare zu diagnostischer Kompetenz in der Lehrerbildung?</p> 2018-11-11T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/426 Technische Assistenz am Arbeitsplatz zum Zweck der beruflichen Inklusion von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen 2018-05-25T06:58:57+02:00 Hauke Behrendt Hauke.behrendt@gmail.com <p>Der vorliegende Beitrag zielt auf eine Untersuchung der ethischen Implikationen von Assistenzsystemen am Arbeitsplatz – einer technischen Lösung für die Förderung der beruflichen Qualifikation von Menschen mit geistigen Behinderungen. Mein Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass es durch den technologischen Fortschritt im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion heute möglich ist, solche technischen Assistenzsysteme am Arbeitsplatz einzusetzen. In diesem Beitrag entwickle ich eine These hinsichtlich des moralischen Werts solcher Systeme. Das Ergebnis meiner Untersuchung ist, dass Assistenzsysteme am Arbeitsplatz einzusetzen nicht nur moralisch erlaubt ist, sondern dass sich ihr Einsatz darüber hinaus sogar ethisch befürworten lässt. Meine Kernthese lautet, dass ihr ethisch ausschlaggebender Wert in dem Beitrag liegt, den sie zur beruflichen Inklusion von Menschen mit geistigen Behinderungen leisten können. Ich argumentiere dafür, dass Assistenzsysteme am Arbeitsplatz dabei helfen können, dass Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ihren Platz im Arbeitsleben finden. Das heißt, sie eröffnen ihnen einen Zugang zur Arbeitswelt, die ihnen ohne sie verschlossen bliebe oder von der sie zumindest eklatant von Ausschluss bedroht wären. Folgt man meiner Argumentation, so sind Assistenzsysteme am Arbeitsplatz also deshalb ethisch gut, weil sie dazu beitragen, das Ideal einer inklusiven Arbeitswelt zu verwirklichen.</p> 2018-04-20T18:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/437 Quantitative Forschung mit Jugendlichen mit Behinderungen – Stand der Forschung, Entwicklungsbedarfe, Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Jugendforschung 2018-05-27T18:19:01+02:00 Nora Gaupp Gaupp@dji.de Sandra Ebner ebner@dji.de Sandra Schütz schuetz@dji.de Folke Brodersen Brodersen@dji.de <p>Im vorliegenden Beitrag wird der Forschungsstand zur Quantitativen Forschung mit Jugendlichen mit Behinderungen beleuchtet, auf Entwicklungsbedarfe hingewiesen und schließlich eine Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Jugendforschung geführt.</p> 2018-04-20T18:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/428 Inklusive Kunstpädagogik – potenzial- und differenzaffin 2018-04-25T20:05:30+02:00 Michaela Sindermann misindermann@uos.de <p>Dieser Beitrag bezieht die Diskurse der soziologischen Ungleichheitsforschung (Bildungsungleichheit) und der Soziologie sozialer Probleme (Bildungsgerechtigkeit) auf den Kontext der Kunstpädagogik, um ein gemeinsames Begriffsverständnis inklusiver Pädagogik weiterzuentwickeln, welches auf dem Feld der Kunstpädagogik wirksam wird. Etablierte kunstpädagogische Begrifflichkeiten wie ‚Outsider Art‘ oder ‚Art brut‘, die auf eine naive und antiakademische Ästhetik verweisen sollen, weisen darauf hin, dass auch die Kunstpädagogik auf eine lange Tradition separierender Förderung <em>einerseits (Bildungsungleichheit)</em> und einer ungerechten Verteilung künstlerischer und ästhetischer Bildung <em>andererseits (</em><em>Bildungsgerechtigkeit</em><em>)</em> aufbaut. Vor diesem Hintergrund eignet sich das Prinzip der Teilhabegerechtigkeit als bildungsbezogenes Konzept, welches als Orientierungsrahmen für eine inklusive Kunstpädagogik verstanden werden kann. Dies erweist sich gerade dann als sinnvoll, wenn es nicht primär um die Verteilung von Ressourcen gehen soll, sondern um die Entwicklung von Potenzialen, die eine umfängliche Bildungsteilhabe ermöglichen. Demnach scheint für die Fragen einer inklusiven und bildungsgerechten Kunstpädagogik eine Theorieperspektive angemessener, die auf die auf die Entfaltung der Ressourcen von Lernenden zur Verwirklichung von Lebenszielen zielt. Eine potenzialorientierte Ausrichtung in der heterogenen Gemeinschaft kann dabei als Antwort auf die Frage eines konzeptionellen Ansatzes inklusiver Kunstpädagogik verstanden werden. Stärkenorientierte diagnostische Instrumente und didaktische Konzepte sowie potenzialorientierte Interaktionsformen und Haltungen von Lehrkräften werden zur Umsetzung einer inklusiven Kunstpädagogik zentral gestellt.</p> 2018-04-19T20:21:35+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/460 Inklusion inklusiv lehren 2018-04-25T20:05:29+02:00 Carsten Bender carsten.bender@tu-dortmund.de Birgit Drolshagen birgit.drolshagen@tu-dortmund.de <p>Mit dem im Rahmen der qualitätsoffensive Lehrerbildung aus Mitteln des BMBF geförderten Projekt DoProfiL – Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/innenbildung – reagiert die TU Dortmund auf die Anforderungen, die sich aus der zunehmenden gesellschaftlichen Relevanz von Heterogenität und Inklusion für Schule und Hochschule ergeben. Aufgabe eines Teilprojekts ist es hierbei, Lehrende für die Diversität der Studierenden zu sensibilisieren und für inklusionsorientierte Praktiken in der Lehre zu qualifizieren. Als eine Methode zur Initiierung eines Disziplinen- und Fächerübergreifenden Diskurses zur Entwicklung eines gemeinsamen Inklusionsverständnisses aller Projektbeteiligten wird hierbei die World-Café-Methode eingesetzt.</p> <p>Die Ergebnisse des diesjährigen World-Cafés bilden die Grundlage für diesen Beitrag. Wir verdeutlichen, wie Inklusionsorientierung im Rahmen des Projektes DoProfiL an der TU Dortmund in die Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Lehramtsausbildung Eingang findet. Herausgearbeitet wird das Spannungsfeld, welches sich ergibt, wenn auf der einen Seite bei der Entwicklung einer inklusionsorientierten Lehramtsausbildung ausgehend von einem umfassenden Inklusionsverständnis die Vielfalt der Studierenden berücksichtigt wird, ohne dabei auf der anderen Seite die höchst individuellen Studien- und Lernsituationen z. B. von behinderten Studierenden zu übersehen.</p> <p>Des Weiteren wird das World Café hinsichtlich der Fragestellung ausgewertet, in welcher Weise an der TU Dortmund das Thema Inklusion auch Inklusiv gelehrt wird. Aufgezeigt wird, wie es Fachwissenschaft und Fachdidaktik gelingen kann, den Inklusionsdiskurs im eigenen hochschuldidaktischen Tun umzusetzen.</p> <p>Abschließend wird das Potenzial einer inklusionsorientierten Hochschullehre und Hochschule für eine zukunftsorientierte Lehramtsausbildung thematisiert.</p> 2018-04-18T21:20:16+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/484 Zum Verhältnis von Inklusion und Sprachbildung – Einblicke, offene Fragen, Forschungsperspektiven 2018-05-15T13:36:05+02:00 Laura Rödel laura.roedel@hu-berlin.de Toni Simon toni.simon@paedagogik.uni-halle.de <p><span style="margin: 0px; line-height: 115%; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;">Inklusion ist eine multiprofessionelle Aufgabe, die die Herausforderung mit sich bringt, allen Dimensionen von Heterogenität gerecht zu werden. Dieser Prämisse folgend wird im Beitrag der Blick auf das Verhältnis von inklusiver (Schul-)Pädagogik und Sprachbildung gelegt. Im Fokus stehen Fragen sprachlicher Bildung im Zusammenhang mit Ansprüchen inklusiver Bildung. Im Beitrag soll nachgezeichnet werden, welche Argumentationslinien in der aktuellen Forschungsliteratur aus dem Bereich der Sprachbildung anzutreffen sind, mit denen begründet wird respektive werden könnte, warum Sprachbildung als immanenter Teil von Inklusion verstanden werden kann bzw. sollte. Weiterhin wird in ersten Zügen der Frage nach dem möglichen Charakter einer inklusionsorientierten Sprachbildung nachgegangen. In Bezug auf deren Konstitution werden offene Fragen und Forschungsperspektiven formuliert.</span></p> 2018-03-27T21:49:56+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/369 Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention 2018-04-25T20:05:28+02:00 Anne Piezunka anne.piezunka@wzb.eu Cornelia Gresch cornelia.gresch@iqb.hu-berlin.de Michael Wrase michael.wrase@wzb.eu <p>In den letzten Jahren wurden im deutschen Bildungssystem eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, um Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) umzusetzen. Häufig besteht jedoch Unsicherheit darüber, welche Implikationen sich aus Art. 24 BRK für die Einzelschule ergeben. Im Rahmen des Beitrags geht es um die Frage, inwiefern sich die Umsetzung von Art. 24 BRK durch quantitative und qualitative Formen der Datenerhebung überprüfen lässt. Hierfür werden im Rahmen einer juristischen Interpretation zuerst Anforderungen aus Art. 24 BRK für Deutschland abgeleitet. Im nächsten Schritt wird herausgearbeitet, inwiefern sich diese quantitativ und qualitativ überprüfen lassen. Die empirische Erfassung geht mit einer Vielzahl an Herausforderungen einher, z.B. Entwicklung von Benchmarks, Identifikation von Rechteinhabern. Die Kombination aus&nbsp; qualitativen und quantitativen Methoden bietet jedoch auch viel Potential für eine umfassende Datenerhebung, die sowohl für die schulische Praxis, die Bildungspolitik als auch die Forschung von Relevanz ist.</p> 2018-03-27T16:16:45+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/401 HdMa on tour - differenziert 2018-04-25T20:05:30+02:00 Monika Musilek monika.musilek@phwien.ac.at Gordan Varelija gordan.varelija@phwien.ac.at Monika Miller monika.miller@phwien.ac.at <p>Im Rahmen des Entwicklungsprojekts HdMa (Haus der Mathematik) on tour zum entdeckenden Lernen mathematischer Problemstellungen mit hands-on exhibits haben wir nach differenzierten Lernzugängen gesucht. Diese erweiterten Lernzugänge sollten eine niedrigschwellige und dennoch entdeckende Herangehensweise für Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ermöglichen und somit die Individuallage der Kinder berücksichtigen. Schwierigkeiten auf Grund von heterogenen sprachlichen Voraussetzungen wurden berücksichtig, indem ein neuer Ansatz mit zusätzlichen grafischen Anleitungskärtchen umgesetzt wurde. Um die Problemlösekompetenz im entdeckenden Lernen im Lernprozess der Kinder zu fördern wurden Rahmen als Orientierungshilfen konzipiert. Zusätzlich entwickelten wir visuelle Wahrnehmungshilfen, um den Kindern differenzierte Lernzugänge auf unterschiedlich komplexen Entdeckungsebenen anzubieten. In dieser Arbeit präsentieren wir die Weiterentwicklung der HdMa on tour und machen die didaktische Systematik, der wir gefolgt sind, nachvollziehbar.</p> 2018-03-26T14:13:31+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/406 Die Normalisierung des Anders-Seins 2018-04-25T20:05:29+02:00 Hans Karl Peterlini hanskarl.peterlini@aau.at <p>Während Schulpolitik, Schuldirektionen, Lehrkräfte und auch Eltern in vielen europäischen Ländern durch die UN-Behindertenrechtskonvention vor einen Paradigmenwechsel gestellt sind, kann das italienische Schulsystem auf eine rund 40jährige Erfahrung mit einer integrativen und im Ansatz auch schon inklusiven Einheitsschule im Pflichtschulbereich zurückgreifen. Dies ermöglicht eine kritische Analyse der Grenzen und noch ungenutzten Potenziale für inklusive Strategien. Der vorliegende Beitrag versucht, die Diskurse um nötige und mögliche Weiterentwicklungen mit phänomenologischen Einblicken in die gelebte Inklusion an Südtiroler Schulen zu verbinden. Mit „Vignetten“ (Schratz, Schwarz, Westfall-Greiter, 2012) werden exemplarisch Momente von Einschluss und Ausschluss im Unterrichtsgeschehen eingefangen und zur Reflexion angeboten.</p> 2018-02-08T21:04:35+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/412 Zwischen PISA und Inklusion: Die Rolle des sonderpädagogischen Fördersystems in Finnland 2018-04-25T20:05:28+02:00 Christopher Mihajlovic christopher.mihajlovic@helsinki.fi <p>Durch das erfolgreichen Abschneiden bei den PISA-Studien ist das finnische Schulsystem in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Auch unter dem Aspekt von inklusiver Bildung gilt das finnische Bildungssystem als beispielhaft. In den vergangenen Jahren gab es in Finnland einige Veränderungen auf bildungspolitischer Ebene, die auch das Thema Inklusion betreffen. Der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt auf der Reform des sonderpädagogischen Fördersystems. Ein diesbezüglicher Blick auf Finnland soll Aufklärung über den aktuellen Entwicklungsstand geben, und abschließend mögliche Anknüpfpunkte für die deutschsprachige Inklusionsdebatte skizzieren.</p> 2018-01-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/440 “die Hoheit über die Räume haben“ – Räumlichkeit professionellen Handelns und Inklusion. 2017-12-22T22:38:24+01:00 Silke Schreiber-Barsch silke.schreiber-barsch@uni-hamburg.de <p>Der Beitrag diskutiert Inklusion als Form der bildungspolitischen Interventionsstrategie im öffentlichen Raum des Lebenslangen Lernens. Diese Intervention, so die Ausgangsthese, bricht sich an teils differenten, teils ähnlichen Konditionen der Kontexte von Schule bzw. Erwachsenenbildung in der Realisierung von Inklusion. Die Vorstellung von Ergebnissen aus einer explorativ-qualitativen Erhebung mit professionell Tätigen an Lernorten Erwachsenen bringt im Anschluss an relationale Raumtheorien zwei Aspekte in den Vordergrund: Erstens die Konsequenzen des räumlichen Handelns von professionell Tätigen für die spezifische Qualität von Partizipation an einem Lernort, zweitens die Bedeutung von Lernorten als alltägliche Schauplätze der (konfliktären) Aushandlung im System des Lebenslangen Lernens. Der Beitrag mündet in Überlegungen zu einer Perspektivverschränkung der institutionellen Logiken von Schule und Erwachsenenbildung anhand von sechs Komponenten der Transformation zu einem inklusiven System des Lebenslangen Lernens.</p> 2017-12-22T20:19:51+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/452 Schulische Inklusion zwischen Differenzen und Differenzsetzungen – Annäherungen an Raumproduktion und Raumaneignung im Kontext professioneller Kooperationsprozesse 2017-12-22T22:38:23+01:00 Andreas Köpfer andreas.koepfer@ph-freiburg.de <p><em>In diesem Beitrag werden in theoretischer Hinsicht Anknüpfungspunkte und Anschlussfähigkeiten der Diskurse um Inklusion, Behinderung und Raum diskutiert und an einem empirischen Beispiel zu professioneller Kooperation vertieft. Zunächst wird kurz der aktuelle Schulentwicklungsprozess mit dem Anspruch Inklusion skizziert und ein relationales Verständnis von Behinderung dargelegt. Vor diesem Hintergrund werden mittels raumanalytischer Bezüge zu Raumproduktion und Raumaneignung beispielhaft kooperative Praktiken von Sonderpädagoginnen und Regelpädagoginnen in inklusionsorientierten Schulen in Baden-Württemberg analysiert.</em></p> 2017-12-22T15:42:21+01:00 ##submission.copyrightStatement##