https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/issue/feed Zeitschrift für Inklusion 2019-01-06T18:49:22+01:00 Dieter Katzenbach d.katzenbach@em.uni-frankfurt.de Open Journal Systems <p>Die "Zeitschrift für Inklusion" ist eine Fachzeitschrift mit dem Fokus integrativer Pädagogik und Inklusion. Integrative Pädagogik beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Leben, Lernen und Arbeiten von behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in allen Lebensbereichen. Inklusion ist die Vision von einem gesellschaftlichen Zusammenleben, in der stigmatisierende Dichotomien wie z. B. "behindert / nichtbehindert" bedeutungslos werden. Darüber hinaus befasst sich Inklusion mit der internationalen Perspektive und mit der Frage einer Weiterentwicklung von integrativer Pädagogik.</p> <h3>Open-Access-Richtlinie</h3> <p>Diese Zeitschrift bietet freien Zugang (Open Access) zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, dass die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt.</p> <h3>Review</h3> <p>Die Zeitschrift für Inklusion verwendet ein Single-Blind-Peer-Review.</p> https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/411 Inklusion als Kritik 2018-05-25T06:58:57+02:00 Hendrik Trescher trescher@em.uni-frankfurt.de <p>Ausgehend von einem Verständnis von Behinderung als ‚Diskursbehinderung‘ entfaltet der Autor ein Inklusionsverständnis, das er als Dekonstruktion von Diskursteilhabebarrieren versteht und das auf ein Verschieben von Diskursen beziehungsweise Zugängen zu Diskursen abzielt. Der Autor entfaltet dieses Verständnis vor der Folie des stationären Wohnens in der Behindertenhilfe. Dabei nimmt er Bezug auf Ergebnisse der Studie ‚Wohnräume als pädagogische Herausforderung. Lebenslagen institutionalisiert lebender Menschen mit Behinderung‘ (u.a. Trescher 2017c), welche im Gros zeigen, dass äußere und innere (in)formell vorgegebene Praxen ‚behindernd‘ wirksam werden und letztlich zu einer bürokratischen Überformung der Subjekte führen. Inklusion heißt in diesem Kontext, behindernde Praxen, wie ebenjene bürokratische Überformung, zu dekonstruieren und ist folglich ein Prozess, der Behinderung gegenläufig ist. Inklusion ist deshalb kritisch, weil sie Diskursteilhabebarrieren dekonstruiert und somit letztlich auch Gesellschaft verändert.</p> 2026-03-20T18:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/432 Raum und Inklusion: Zu einem relationalen Verhältnis 2018-02-08T21:36:18+01:00 Hendrik Trescher trescher@em.uni-frankfurt.de Teresa Hauck t.hauck@em.uni-frankfurt.de <p>Raum wird in Aneignungspraxen durch Subjekte hervorgebracht, während diese in einem Verhältnis wechselseitiger Gleichzeitigkeit als ‚Aneignungssubjekte‘ subjektiviert werden. Menschen, die als ‚behindert‘ bezeichnet werden, haben häufig nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Aneignung bzw. können sich Raum mitunter nur als ‚Territorium der Anderen‘ aneignen. Eine solche Aneignung erfolgt zumeist (ganz wortwörtlich) über Sonderwege. Im Beitrag wird sowohl theoretisch als auch anhand der Betrachtung von Fallbeispielen, die im Rahmen des Projekts „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch e.V. generiert wurden, dargelegt, inwiefern eingeschränkte Aneignungsmöglichkeiten von Raum als Behinderungspraxen wirksam werden. Schlussendlich wird diskutiert, wie Raum und Inklusion relational zusammenhängen bzw. welches Verständnis von Inklusion es bedarf, um Inklusion (in Theorie und Praxis) relational zu denken.</p> 2020-10-20T05:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/408 Eine psychodynamische Betrachtung von Ausgrenzungsprozessen im Rahmen von Inklusion 2018-05-25T06:58:55+02:00 Karolina Goschiniak kagoschi@uni-mainz.de <p>In diesem Beitrag soll die Bedeutung von gruppendynamischen Prozessen in einer inklusiven pädagogischen Praxis herausgearbeitet werden. Einleitend soll ein kurzer Problemaufriss des Paradigmenwechsels im bildungspolitischen Diskurs gegeben werden. Im Fokus der weiteren Betrachtung stehen Gruppenbildungsprozesse und ihre Bedeutung für die Entstehung von inklusiven und exklusiven Situationen in der pädagogischen Praxis. Abschließend werden veränderte Ansprüche an das professionelle pädagogische Handeln in Bezug auf die Betrachtung von psychodynamischen Prozessen im Gruppengeschehen aufgezeigt.</p> 2020-01-20T20:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/419 Disability Studies im Handlungsfeld Behinderung und Sexualität 2018-05-25T06:58:57+02:00 Karin Elinor Sauer sauer@dhbw-vs.de <p>Die Perspektive der Disability Studies trägt dazu bei, Menschen mit ‚Behinderung‘ nicht mehr als ‚fremdbestimmte Objekte‘ sondern als ‚handlungsfähige Subjekte‘ wahrzunehmen. Im Bereich der Sexualität von Menschen mit ‚kognitiven‘ oder ‚Schwerstmehrfach-Behinderungen‘ kann eine diversitätsbewusste Haltung helfen, die Differenzlinien ‚Sexualität‘ und‚ Behinderung‘ mit der Wahrung der Menschenwürde zu verbinden. Dabei geht es darum, wie eine machtkritische Sensibilisierung zur Wahrnehmung von Bedürfnissen und Grenzen erfolgen kann, auf deren Grundlage Präventionsmöglichkeiten von (sexueller) Gewalt bei Menschen mit Behinderungen abgeleitet werden können, die sowohl als Gegenstand Sozialer Arbeit als auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden müssen. Daher werden im folgenden Bedingungen, Bedeutungen und Begründungen dieses Themenkomplexes reflektiert.</p> 2019-04-20T18:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/497 Intervention und Prävention von Bullying an kanadischen Schulen – Eine Interviewstudie 2019-01-06T18:49:21+01:00 Lukas Doleschal lukas.doleschal@yahoo.de Anne Welslau anne.welslau@freenet.de <p>Die Prävention und Intervention von Bullying, mitunter auch als Mobbing bezeichnet, ist ein Themenfeld, das in Deutschland immer größere Beachtung findet. Der vorliegende Beitrag stellt sich daher der Frage, wie diese im schulischen Kontext funktionieren kann. In einer theoretischen Annäherung wird zuerst das Phänomen Bullying als soziales Interaktionsgefüge in der (Zwangs-)Gemeinschaft Schulklasse beleuchtet. Im Anschluss spezifiziert die Beschreibung der individuellen-, der Klassen-, der Schul- sowie der Ebene der Gemeinde und Nachbarschaft in Bezug auf Methoden und Programme der Prävention und Intervention von Bullying die nachfolgende Studie. Während einer universitären Forschungsreise wurden kanadische Lehrer*innen zu den an ihren Schulen etablierten Methoden und Programmen zum Thema Bullying befragt. Auf Grundlage dieser Erhebung werden zwei Schulen kontrastierend verglichen, um die vielfältigen Wege der Bullyingpräventionsarbeit an kanadischen Schulen exemplarisch darzustellen. Abschließend werden Bezüge zu einer inklusiven und demokratischen Schulgestaltung hergestellt.</p> 2019-01-06T18:05:12+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/490 Kooperation für den alltäglichen Unterricht 2019-01-06T18:49:21+01:00 Johanna Ingenerf robert.kruschel@uni-leipzig.de Julian Zimmermann robert.kruschel@uni-leipzig.de <p>Schulische Inklusion ist nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Professionen umzusetzen. Die Organisation dieser notwendigen Kooperation wird je nach Schulsystem unterschiedlich gehandhabt. In diesem Beitrag steht das Schulsystem der kanadischen Provinz New Brunswick im Fokus, das bereits seit einigen Jahren im Rahmen des international vergleichenden Inklusionsdiskurs behandelt wird (vgl. Köpfer 2013). Die Provinz weist ein Schulsystem vor, in dem keine Aussonderung vorgenommen wird – weder durch Sonderschulen, noch durch Sonderklassen. Anhand zweier Expertinneninterviews und mit Einbezug der Perspektive von Educational Governance wird in diesem Beitrag die inklusionsbezogene Handlungskoordination zwischen schulischen Akteuren dargestellt und diskutiert. Dabei richtet sich der Fokus auf den die Ebene des täglichen Unterrichts.&nbsp;</p> 2019-01-06T17:49:58+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/477 Die Rolle der Sonderpädagogik in inklusiven Settings aus Studierendensicht - Einblicke in die Ergebnisse einer Masterarbeit 2019-01-06T18:49:22+01:00 Jacquelin Kluge jacquelin.kluge@uni-bielefeld.de <p>Die Sonderpädagogik erfährt im Rahmen der schulischen Inklusion einen Wandel ihres Professionsverständnisses. In der Diskussion stehen Rollen und Aufgaben von Sonderpädagog_innen in inklusiven Settings, welche in der schulischen Praxis bereits eingehend erforscht wurden. Dahingegen stellt die Studierendenperspektive auf dieses Thema ein Forschungsdesiderat dar. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen einer Masterarbeit in einer qualitativ-empirischen Studie der Frage nachgegangen, welches Verständnis Studierende des Studiengangs „Integrierte Sonderpädagogik“ an der Universität Bielefeld von der Rolle sowie den Aufgaben der Sonderpädagogik in inklusiven Settings haben. Die Ergebnisse der Befragung von fünf Studierenden werden in diesem Beitrag vorgestellt sowie im Hinblick auf die Professionalisierung in der universitären Lehrer_innenausbildung diskutiert.</p> 2019-01-06T17:07:48+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/476 Die Unterrichtsgestaltung im Gemeinsamen Unterricht im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung 2019-01-06T18:49:22+01:00 Alina Quante alina.quante@gmail.com <p>Die Schüler_innen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung gelten unter Lehrkräften als schwer zu integrieren. Deshalb wird in diesem Artikel ein Fokus auf die Unterrichtsgestaltung des Gemeinsamen Unterrichts mit ebendiesen Schüler_innen gelegt. Dazu werden konzeptionelle und didaktische Handlungsempfehlungen des Gemeinsamen Unterrichts mit diesen Schüler_innen herausgestellt. Zudem soll anhand der ergebnisse eines Forschungsprojektes in Form einer strukturierten Unterrichtsbeobachtung iim Gemeinsamen Unterricht einer Grundschulklasse mit einem Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung beispielhaft dargestellt werden, inwiefern diese Empfehlungen in der Praxis realisiert werden.</p> 2019-01-06T16:52:26+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/487 Irritierende Beobachtungen auf einer Exkursion in Kanada als Lernanlässe – eine studentische Perspektive 2019-01-06T18:49:22+01:00 Marie-Sophie Röder mariele.1@web.de Iris Schweizer schweiz.iris@gmail.com <p>Kanada ist international bekannt für sein inklusives Schulsystem. Der Beitrag thematisiert Möglichkeiten und Grenzen studentischer Erkenntnisgewinnung im Rahmen einer zweiwöchigen Exkursion nach Kanada (nach Toronto und in die Provinz New Brunswick). Theoretisches Wissen zu menschenrechtsbasierter, inklusiver Bildung konnte in diesem Rahmen mit erlebter Praxis in einem Inklusionserfahrenen Land konfrontiert werden. Dabei nutzt dieser Beitrag die Systematik des Index für Inklusion und geht speziell auf Beobachtungen rund um inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken ein, welche die Autorinnen während und nach der Exkursion als Irritationen und Frageanlässe beschäftigten.</p> 2019-01-06T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/482 Chancen und Risiken von Vielfalt im professionellen Kontext - Essayistische Provokationen in Kontext von Inklusion und Lehrerberuf 2018-12-22T09:10:44+01:00 Anna Maria Loffredo anna-maria.loffredo@ufg.at Robert Schneider-Reisinger Robert.Schneider@phsalzburg.at <p>Bislang richtet sich der Blick der geänderten Rechtslage zur Inklusion v.a. auf die Lernenden, weniger die Lehrenden. Inklusion als eine weite Definition von Vielfalt und Teilhabemöglichkeiten aller Menschen umfasst eine genaue Prüfung, welche Ein- und Widersprüche dabei zu benennen sind, wenn sich der Anspruch auf Inklusion ebenso auf die (angehenden) Lehrenden bezieht. Es geht um den Versuch einer synthetischen Skizze von bislang unberücksichtigten Fragen und den damit zusammenhängenden Dilemmata in der rationalen Begründung von Vielfalt in der professionellen pädagogischen Praxis.&nbsp;Dabei bündeln die Autorin und der Autor ihre jeweils disziplinspezifische Sichtweise im Dialog einer allgemeinpädagogischen und kunstdidaktischen Ausgangslage, die zudem sowohl für österreichische als auch für deutsche Bedingungen in der Hochschule bildungstheoretisch reflektiert werden.</p> 2018-12-21T11:11:04+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/508 Von einem Versuch „der Integration der Inklusion in die Segregation“?! 2018-12-21T11:46:38+01:00 Kerstin Merz-Atalik merz-atalik@ph-ludwigsburg.de <p>In Baden-Württemberg haben sich seit der Forderung nach der Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems (nach § 24 der UNCRPD 2006) nicht nur die Förderquoten erhöht wie in zahlreichen anderen Bundesländern auch. In den vergangenen Jahren hat sich hier zudem die Segregationsquote (der prozentuale Anteil der Schüler*innen, die eine Sonderschule besuchen) weiter erhöht und ist auch nach dem neuen Schulgesetz weitgehend unverändert. Die direkten Einschulungsquoten an Sonderschulen sind bundesweit am höchsten. Der Beitrag gibt einen Einblick in aktuelle Daten und Erkenntnisse und problematisiert eine mangelnde Governance der inklusiven Schulreform.</p> 2018-12-21T11:08:26+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/486 Kooperationsvorstellungen und -erfahrungen angehender Lehrkräfte in Bezug auf schulische Inklusion 2018-12-21T11:46:38+01:00 Kathrin Lemmer kathrin.lemmer@ph-freiburg.de <p><em>Im Rahmen schulischer Inklusion und der damit verbundenen Unterrichtung einer heterogenen Schüler*innenschaft rückt die professionelle Kooperation von Pädagog*innen aus schulpraktischer wie auch theoretischer Sicht in den Fokus pädagogischer Professionalisierung. In diesem Beitrag sollen die Vorstellungen angehender Lehrkräfte von professioneller Kooperation dargestellt und analysiert werden. Anhand einer rekonstruktiven Untersuchung zu Kooperationsvorstellungen angehender Lehrkräfte werden vier Typen vorgestellt, die diese Vorstellungen abbilden. </em></p> 2018-12-09T19:44:02+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/475 Mit ›Fremdheit‹ Dichotomien überwinden 2018-12-21T11:46:38+01:00 Robert Schneider-Reisinger robert.schneider@phsalzburg.at <p>Dieser Beitrag versucht die antiquierte Denkfigur ›Fremdheit‹ für ein Überwinden von Dichotomien in der Pädagogik nutzbar zu machen und damit die Inklusionspädagogik auf Diversität zu ›polen‹. Dabei werden Fremdheit und das Fremde im Kontext von Bildungstheorie und -philosophie entwickelt und zudem auf Basis ausgewählter Klassiker (Marx und Simmel) deren Logik erörtert. Im Zuge dessen wird sich zeigen, dass die Denkfigur ›Fremdheit‹ in der pädagogischen Anthropologie/Ethik sehr aktuell ist und sich als konstitutiv für Bildungsbewegungen und Identitätsprozesse erweisen kann. Der Fortgang der Argumentation wird ergänzend auch nachweisen, dass dadurch auch Dichotomien gebannt werden können und eine offene, abschiedliche u. d. h. inklusionsförderliche Haltung unterstützt werden kann.</p> 2018-12-09T19:43:13+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/495 Teilhabe im Gemeinwesen bei Behinderung durch inklusiven Sport 2018-12-21T11:46:37+01:00 Matthias Windisch matthias.windisch@gmx.net Philine Zölls-Kaser philine.zoells-kaser@hu-berlin.de <p>Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer Evaluation von inklusiven Sportangeboten im Rahmen eines Modellprojektes auf der Basis einer Befragung ihrer Nutzer(innen) vor. Vor dem Hintergrund des Diskurses um Teilhabe und Inklusion durch Sport bringen sie im Kern eine positive Bewertung der inklusiven Sportangebote zum Ausdruck. Neben der Teilnahmemotivation ihrer Nutzer(innen) verdeutlichen sie deren Partizipationsmöglichkeiten, die Beziehung unter den Teilnehmenden und deren Beziehung zu den Übungsleiter(inne)n sowie wahrgenommene Wirkungen der inklusiven Sportangebote.</p> 2018-12-09T19:38:47+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/491 Zur Ethik pädagogischer Beziehungen in der LehrerInnenbildung – Dimensionen eines inklusionspädagogischen Doppeldeckers 2018-12-21T11:46:38+01:00 Martina Hehn-Oldiges hehn-oldiges@em.uni-frankfurt.de Ulrike Sell U.Sell@em.uni-frankfurt.de Patrik Widmer-Wolf patrik.widmer@fhnw.ch <p>Im Anschluss an die Inklusionsforschung, das „Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer“ (European Agency for Development in Special Needs Education), den „Index für Inklusion“ sowie die „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“ werden Dimensionen für die Vorbereitung auf pädagogische Beziehungen in heterogenen Lerngruppen in der Aus- und Weiterbildung von (zukünftigen) Lehrpersonen begründet und an Beispielen konkretisiert sowie Indikatoren benannt. Abschließend werden Folgerungen für die LehrerInnenbildung gezogen.</p> 2018-12-09T19:37:59+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/464 Psychiatrien als temporäre Übergangsorte für besonders vulnerable Subjekte einer inklusiven und exklusiven Gesellschaft. 2018-11-11T17:38:33+01:00 Sophie C. Holtmann sophie.holtmann@uni-wuerzburg.de Pierre-Carl Link pierre-carl.link@uni-wuerzburg.de Marie-Luise Fischer marie-luise.fischer@stud-mail.uni-wuerzburg.de <p>Zu kritisieren wird in Deutschland das weltweit wohl am besten und größten ausgebaute Versorgungsnetz durch (Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenen-) Psychiatrien sein. Dagegen wäre ein Ausbau ambulanter Versorgungsangebote indiziert, beispielsweise tagesklinische Strukturen, die Übergänge in den Alltag einleiten. Destotrotz appelliert dieser Beitrag für den Erhalt wissenschaftlicher und juristischer Termini (z.B. psychische Krankheit, Verhaltensstörung, Verhaltensauffälligkeit), von Diagnosen und des Förderbedarfs emotionale und soziale Entwicklung, ausgehend von einem Verständnis der Menschenwürde als Wertfundament der Psychiatrie. Damit verbunden geht die These einher, dass auch in einem realen - sich als inklusiv verstehenden- Gesellschaftssystem Psychiatrien als Übergangsorte <em>zwischen</em> Institutionen erhalten bleiben sollten. Eine Psychiatrie, beschreibt man sie auch als Ort der Exklusion, ist nicht per se ein sogenannter „schlechter“ Ort. Systematisch ist einer Inklusion Exklusion nicht vorzuziehen. Beide stellen Macht- und Regierungspraktiken mit einem jeweils spezifischen Zugriff auf das vulnerable Subjekt dar. Bevor die Frage der Psychiatrie als Ort der Exklusion und Inklusion erörtert werden kann, sollten - mit einem Fokus auf die Würde des Menschen - philosophische und ethische Fragestellungen in Hinblick auf die Psychiatrie in ihrer Funktion der Rehabilitation sozialer und gesellschaftlicher Teilhabefähigkeiten grundlegend geklärt werden. Einen solchen Grundlagenbeitrag möchte der vorliegende Artikel darstellen.</p> 2018-11-11T17:01:01+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/499 Antipsychiatrie, der erweiterte Inklusionsbegriff und die Entpathologisierung des Fremden: 2018-11-11T17:38:33+01:00 Maryam Laura Moazedi laura.moazedi@uni-graz.at <p>Zwar gilt die antipsychiatrische Bewegung der 1960er-Jahre als eine, die eher im historischen Kontext und im Imperfekt besprochen wird. Ihre Forderungen auf den neuen, erweiterten Begriff von Inklusion auszudehnen und im Hinblick auf Ethnizität zu beleuchten – einer Dimension, die angesichts der Migrationsbewegungen von steigender Bedeutung ist – zeigt allerdings durch eine Reihe von Parallelen die Chance, ethnozentrisch konstruierte Normen in der Psychiatrie und ihren Nachbardisziplinen Psychologie und Psychotherapie ins Bewusstsein zu rücken. Anhand von Beispielen wie Stichprobenzusammensetzung, Somatisierung, Schizophrenie und Gesprächsführung soll hier aufgezeigt werden, in welchem Ausmaß Normen westlich definiert und sogenannte Abweichungen davon nicht als wertneutrale Variante gesehen werden, sowie auf das Potenzial hingewiesen werden, das sich implizit in den Forderungen der Antipsychiatrie findet.</p> 2018-11-11T16:23:37+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/501 „Nur in der Freiheit ist Entwicklung möglich“ - Auf der Suche nach Guter Form, oder was macht aus einer helfenden eine hilfreiche Beziehung 2018-11-11T17:38:33+01:00 Oliver Koenig oliver.koenig@univie.ac.at <p>Wann ist und was macht professionelles Handeln hilfreich? Diesen Fragen möchte der vorliegende Text nachgehen und dabei eine theoretische Annäherung an eine Theorie hilfreicher Beziehungen leisten. Dies geschieht eingebettet in eine Studie, die sich mit Fragen der Wirkungen und des Verstehens von Wirkfaktoren innerhalb der ambulanten Begleitung von erwachsenen Menschen mit psychischer Erkrankung am Beispiel der „Persönlichen Betreuung und Begleitung im Alltag“ des Vereins LOK beschäftigt. Im Rahmen des vorliegenden Beitrages wird zunächst auf Forschungstraditionen eingegangen, welche Fragestellungen des Wirkens sozialer Hilfen im Kontext extramuraler Unterstützungsangebote für Menschen mit psychischer Erkrankung behandelt sowie daraus Faktoren für wirkungsvolles Handeln abgeleitet haben. Im Anschluss werden das untersuchte Gegenstandsfeld, die leitenden Fragestellungen sowie das Forschungsdesign vorgestellt. Bevor im Rahmen dieser Untersuchungen herausgearbeitete Wirkungen und Wirkfaktoren systematisierend beschrieben werden, erfolgt zunächst ein für das Verstehen der gegenstandsbezogenen Theorie notwendiger Exkurs über die organisationale Einbettung sowie Besonderheiten des untersuchten Feldes. Kernstück dieses Beitrages ist die Skizzierung einer Theorie hilfreicher Beziehungen, wozu auf das gestalttherapietheoretische Konzept der „Guten Form“ (Zinker 1994) zurückgegriffen und dieses mithilfe der erhobenen Daten weiterentwickelt wird. Der Artikel schließt mit einigen Implikationen sowie kritischen Anmerkungen zu Möglichkeiten der Weiterentwicklung des untersuchten Arbeitsfeldes.</p> 2018-11-11T15:38:45+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/410 Inklusionsdiskurse der reformierten Psychiatrie 2018-11-11T17:38:33+01:00 Christiane Carri c.carri@gmx.de <p>In diesem Beitrag zu „Inklusionsdiskurse der reformierten Psychiatrie“ wird zunächst ein kurzer Überblick über den Reformierungsprozess innerhalb der Institution Psychiatrie und dessen Hintergründe gegeben. Darauf folgend wird beispielhaft anhand eines Projektes der Reformpsychiatrie, namentlich <em>Ex-In</em>, der These nachgegangen, dass der strukturelle Reformierungsprozess innerhalb der psychiatrischen Ordnung die wesentlichen Grundsätze selbiger – und somit auch grundlegende Kritiken an dieser- unverändert gelassen hat.</p> 2018-11-11T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/462 Depathologisierung – Diagnostik der emotionalen und sozialen Entwicklung im inklusiven Kontext 2018-11-11T17:38:33+01:00 Mai-Anh Boger mai-anh.boger@uni-bielefeld.de <p>Was in anderen Kontexten als ‚Dekategorisierung‘ bezeichnet wird, liefe im Kontext des Förderschwerpunkts ‚Emotionale und soziale Entwicklung‘ auf eine Depathologisierung hinaus. Der vorliegende Artikel zeichnet vergleichend nach, was eine solche kritische Betrachtung diagnostischer Systeme für den Förderschwerpunkt ‚Emotionale und soziale Entwicklung’ bedeutet. Welche Implikationen hat eine Pathologisierungskritik für diagnostische Prozesse? Welche Folgen hat dies für Seminare zu diagnostischer Kompetenz in der Lehrerbildung?</p> 2018-11-11T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement##