Zeitschrift für Inklusion https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online <p>Die "Zeitschrift für Inklusion" ist eine Fachzeitschrift mit dem Fokus integrativer Pädagogik und Inklusion. Integrative Pädagogik beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Leben, Lernen und Arbeiten von behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in allen Lebensbereichen. Inklusion ist die Vision von einem gesellschaftlichen Zusammenleben, in der stigmatisierende Dichotomien wie z. B. "behindert / nichtbehindert" bedeutungslos werden. Darüber hinaus befasst sich Inklusion mit der internationalen Perspektive und mit der Frage einer Weiterentwicklung von integrativer Pädagogik.</p> <h3>Open-Access-Richtlinie</h3> <p>Diese Zeitschrift bietet freien Zugang (Open Access) zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, dass die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt.</p> <h3>Review</h3> <p>Die Zeitschrift für Inklusion verwendet ein Single-Blind-Peer-Review.</p> bidok Deutschland e.V. de-DE Zeitschrift für Inklusion 1862-5088 Eine inklusive Lernumgebung ist nicht genug: Fachspezifik, Theoretisierung und inklusive Unterrichtsentwicklung in den Naturwissenschaftsdidaktiken https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/450 <p>Der vorliegende Beitrag skizziert Problemstellungen des Diskurses um Inklusion innerhalb der Naturwissenschaftsdidaktik. Dabei werden sowohl theoretische Konzeptionen um den Inklusionsbegriff und zum Umgang mitselbigen in der Didaktik diskutiert als auch aktuelle Forschungs- und unterrichtspraktische Entwicklungsvorhaben aufgezeigt. Es zeigt sich, dass zahlreiche Elemente naturwissenschaftsdidaktischer Theorien und unterrichtsrelevanter Entwicklungen geeignet sind, die Herausforderungen inklusiven naturwissenschaftlichen Lernens zu fokussieren. Desiderate in den Bereichen der Forschungsmethodik (z. B. inklusiv geprägte Assessments für Lernumgebungen) und der Implementation in die Praxis werden benannt und diskutiert.</p> Andreas Nehring Malte Walkowiak ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-29 2017-10-29 Die Diversitätsdimension Sprache als Schlüsselqualifikation im Fachunterricht: diskursbestimmende Konzepte und inklusionsspezifische Paradigmen https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/449 <p>Sprachliche Kompetenzen bilden nicht nur eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Partizipation, sondern wirken sich darüber hinaus auch entscheidend auf den schulischen Erfolg aus. An verschiedenen Unterrichtsfächern soll in diesem Beitrag exemplarisch die Rolle von Sprache für die Inhalte des Faches illustriert werden, um das Ineinandergreifen von sprachlichen und fachlichen Inhalten zu verdeutlichen und aufzuzeigen, inwieweit Sprache zur Differenzlinie werden kann. Das in diesem Kontext diskutierte Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts setzt inhaltlich an dieser Stelle an, indem eine Konkretisierung sprachlicher Lernziele angestrebt wird, die didaktisch umgesetzt werden können. Dabei besteht das Ziel darin, einen Fachunterricht zu gestalten, der allen SchülerInnen die (sprachliche) Teilhabe ermöglicht. Der sprachsensible Fachunterricht als zentrales Konzept wird nach einem exemplarischen Blick in ausgewählte Fächer in seinen Grundzügen dargestellt.</p> Kristin Tschernig My Hanh Vo Thi ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-29 2017-10-29 Rechenschwäche diagnostizieren und fördern – ein zentraler Baustein des inklusiven Mathematikunterrichts https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/448 <p>Thomas Gawlick und Anne Hilgers arbeiten ausgehend von einem Überblick über aktuelle Forschungsansätze und Spannungsfelder der Mathematikdidaktik die besonderen Anforderungen für einen inklusiven Mathematikunterricht&nbsp;heraus. Sie stellen dafür mit dem Bielefelder Konzept zur Diagnose und Förderung bei Rechenschwäche einen wichtigen Baustein vor und erläutern am konkreten Beispiel den Hannoveraner Ansatz zur Vermittlung dieses Konzepts&nbsp;bereits in der ersten Phase der Lehrerausbildung.</p> Thomas Gawlik Anne Hilgers ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-29 2017-10-29 Wie divers ist Englischlernen? – Konzepte in Forschung und Praxis zum inklusiven Englischunterricht https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/447 <p>(Fremde) Sprachen lernen ist ein höchst individueller Prozess. Im schulischen Kontext bedeutet dies, dass der Fremdsprachenunterricht (Englisch) genuin spezifische Hürden für Schüler*innen und Lehrer*innen mit sich bringt und Fragen aufwirft, die zunächst v.a. von unterrichtspraktischer Relevanz sind, so z.B.: Wie können individuelle Lernstrategien und -prozesse der Schüler*innen optimal für die Planung und Durchführung genutzt werden und wie ist in einer heterogenen Lerngruppe ein gemeinsames Ziel erreichbar? Darüber hinaus sind Fragen in den Blick zu nehmen, die sowohl aus der Fachdidaktik Englisch stammen, als auch aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen und gleichermaßen auf den Englischunterricht wirken, z.B.: Welche erziehungswissenschaftlichen Impulse müssen berücksichtigt werden? Wie können andere Fachdidaktiken zur Lösung fachdidaktischer Kernfragen im Fremdsprachenunterricht beitragen? Wie kann inklusiver Unterricht in Bezug auf fachspezifische Dimensionen analysiert werden (z.B. Aufgreifen von Präkonzepten)? Welche Individualisierung und Differenzierung sind mit Hilfe von Bildungsmedien denkbar in inklusiven Klassen? Unser Beitrag zeigt zum einen, dass die Heterogenität im Englischunterricht eine Pädagogik der Vielfalt verlangt (Kap. 1) und wie ein solcher diversitätssensibler Ansatz in der Unterrichtspraxis exemplarisch realisiert werden kann (Kap. 2). Zum anderen skizziert der Beitrag an einem Beispiel, wie sich universitäre Lehre für zukünftige Englischlehrer*innen mit inklusivem Unterricht forschend auseinandersetzt, indem verschiedene Konzepte, hier am Beispiel der Concept Cartoons, erstellt und ausprobiert werden, um neue Erkenntnisse für die Unterrichtsplanung und -gestaltung zu gewinnen (Kap. 3).</p> Annika Bierwirth Gabriele Blell Stefanie Fuchs ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-29 2017-10-29 Inklusion in der beruflichen Bildung – Status Quo, Konsequenzen und Potenziale für Forschung und Lehre https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/445 <p>Durch die Forderung einer inklusiven Bildung werden in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik deutliche Weiterentwicklungen auf den Ebenen des Bildungssystems, der Schulentwicklung und der Gestaltung beruflicher Lernprozessen diskutiert. Im Fokus stehen dabei die drei zentralen Kontexte der Berufsorientierung, des Übergangs von der Schule in den Beruf bis hin zur dualen Berufsausbildung. Quer dazu liegen Fragestellungen, die unterschiedliche Ebenen bzw. Bereiche betreffen und sich z.B. auf die Struktur und Durchlässigkeit des Berufsbildungssystems, die Qualifizierung und Professionalisierung des pädagogischen Personals und die Umsetzung in Organisationen der beruflichen Bildung beziehen. Ziel des Beitrags ist es, den gegenwärtigen Forschungsstand der Berufs- und Wirtschaftspädagogik zu Inklusion zu bilanzieren und dabei neben der bildungssystematischen auch eine didaktische Perspektive einzunehmen.</p> Julia Gillen Jana Wende ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-22 2017-10-22 Anbahnung reflektierter Handlungsfähigkeit als Ziel inklusionsorientierter Lehrer*innenbildung – Perspektiven von Schülerinnen und Schülern als Ausgangspunkt der Reflexion https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/444 <p>Die Forderungen zur Berücksichtigung und Umsetzung von Ansprüchen der Inklusion bringen diverse Herausforderungen für die universitäre Lehrer*innenbildung mit sich; im Zentrum steht der Anspruch der Anbahnung von Fähigkeiten zum sensiblen Umgang mit und Wahrnehmen von Diversitäten Lernender. Die sich daraus ergebende Frage ist, wie Studierende von Beginn ihres Studiums an in einen reflektierten Kontakt mit inklusions- und diversitätsspezifischen Fragestellungen und Erfahrungen treten können. Ein möglicher Weg der Auseinandersetzung ist die Arbeit mit Fallbeispielen. Im Folgenden wird anhand des auf die Lehrer*innenbildung transformierten Modells der didaktischen Rekonstruktion eine solche Möglichkeit dargestellt. Unter Rückgriff auf dieses Modell wird das Ziel einer (Weiter-)Entwicklung des Konzepts Reflektierter Handlungsfähigkeit fokussiert. Dabei sind insbesondere die Auseinandersetzungen der Studierenden mit Aussagen und Erfahrungen zum gemeinsamen Lernen von Schüler*innen inklusiver Schulklassen von Bedeutung, die sowohl in Bezug zu den eigenen Professionalitätsvorstellungen über den Lehrer*innenberuf gesetzt, als auch im Hinblick auf eigene biographische Erlebnisse reflexiv bearbeitet werden.</p> Claudia Schomaker Maren Oldenburg ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-22 2017-10-22 Inclusive Citizenship als Forschungsperspektive: Vom Denken in Spannungsverhältnissen Impulse für einen herrschaftskritischen, dynamischen und hegemonietheoretisch fundierten Begriff von Inklusion https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/443 <p>Inklusion ist mindestens in den drei bildungswissenschaftlichen Themenfeldern Behinderung, Armut und Migration in den letzten vier Jahrzehnten zum zentralen Schlagwort geworden. In seiner kritischen Variante steht es für einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Trotz des Unbehagens, mit dem folgenden Überblick in der „Zeitschrift für Inklusion“ möglicherweise Eulen nach Athen zu tragen, werde ich kurz einige zentrale Aspekte des mit Inklusion verbundenen Paradigmenwechsels darstellen. Dabei geht es mir an dieser Stelle nicht um die didaktische Umsetzung und Schwierigkeiten der Realisierung. Ziel meines Beitrags ist es, einige theoretische Grundlagen des Begriffs zu reflektieren und einige Überlegungen zu einer Weiterentwicklung eines kritischen Begriffs von Inklusion zu skizzieren. Dafür werde ich im Anschluss an die Darstellung des Paradigmenwechsels den Begriff Citizenship einführen und die Forschungsperspektive Inclusive Citizenship vorstellen. Ziel ist es, mit dem Ansatz von Inclusive Citizenship einen Impuls für einen herrschaftskritischen, dynamischen und hegemonietheoretisch fundierten Begriff von Inklusion herauszuarbeiten.</p> Malte Kleinschmidt ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-22 2017-10-22 Die Entwicklung einer pädagogischen Haltung im Kontext inklusionssensibler Lehrerbildung https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/442 <p>Inklusionspädagogische Inhalte haben nahezu überall Einzug in die Lehramtsstudiengänge gehalten. Die Inhalte und die Implementierung unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland stark.</p> <p>Gemein ist den meisten Lehramtsstudierenden, dass ihnen selbst inklusive Lernerfahrungen aus ihrer eigenen Schulzeit fehlen. Im Fall der Studierenden der Sonderpädagogik bringen zwar viele Vorerfahrungen der Art mit, dass sie als Assistenz für behinderte Kinder oder Erwachsene tätig waren; gemeinsame Bildungserfahrungen fehlen jedoch.</p> <p>Der Beitrag untersucht die Bedeutung von eben solchen Erfahrungen in der Lehrerbildung in Bezug auf die Entwicklung einer inklusionspädagogischen Haltung und zieht erste Konsequenzen.</p> Bettina Lindmeier Alice Junge ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-10-22 2017-10-22 Der Weg zum Heute ist weit – Integration und Inklusion im Saarland https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/422 <p><sub>&nbsp;</sub></p> Irmtraud Schnell ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-05-26 2017-05-26 Länderbericht Schweiz https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/421 <p><sup>&nbsp;</sup></p> Bruno Achermann Alois Buholzer Sandra Däppen Fabienne Hubmann Caroline Sahli-Lozano ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-05-26 2017-05-26 Der lange, aber kontinuierliche Weg in Richtung Inklusion – Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Schulsystem Schleswig-Holsteins https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/420 <p><sub>&nbsp;</sub></p> Robert Kruschel Christine Pluhar ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-05-26 2017-05-26 Rheinland-Pfalz: Ein Bundesland auf dem Weg zu schulischer Inklusion? https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/417 <p><sub>&nbsp; </sub></p> David Scheer Désirée Laubenstein Christian Lindmeier Kirsten Guthöhrlein Dirk Sponholz ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-05-26 2017-05-26 Schulische Inklusion in Nordrhein-Westfalen (NRW) – sieben Jahre nach Ratifizierung der UN-BRK https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/416 <p>.</p> Birgit Lütje-Klose Phillip Neumann Bettina Streese ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-05-04 2017-05-04 Brandenburg - mit dem gemeinsamen Unterricht auf dem Weg zur Inklusion in der Schule https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/407 <p>In dem vorliegenden Beitrag geht es um die Entwicklung der schulischen Inklusion im Bundesland Brandenburg. Es wird vorgestellt, welche historischen Einflüsse bedeutsam und welche statistischen Auswirkungen zu verzeichnen waren. Darüber hinaus werden das bildungspolitische Verständnis von schulischer Inklusion sowie Projekte und Maßnahmen des Landes diskutiert und anschließend die Konsequenzen für die Lehrerbildung dargestellt.</p> Stefanie Bosse Jennifer Lambrecht ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-05-04 2017-05-04 Exklusionen im Inklusionszeitalter. Zur Ausgrenzungsdynamik gesellschaftlicher Innenräume https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/414 <p>Die Diskussion über Inklusion wird häufig reduziert auf den Bereich der Bildung und des Arbeitsmarktes. Inklusion, so die schlichte Logik, ist dann gegeben, wenn Menschen mit Behinderungen die inklusive Regelbeschulung vollzogen haben, weil sie zugleich die Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt erhöht. Die Ausgrenzungsdynamiken, die aber gerade von diesen Instanzen der Vergesellschaftung – Bildung und Arbeit – ausgehen, werden in diesem Kontext eigenartig tabuisiert. Der Beitrag analysiert diese Ausgrenzungsfaktoren und verbunden mit dem Nachweis des bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Reformbedarfes, dem zwingend zu begegnen ist, wenn das Projekt der Inklusion überhaupt eine Chance auf Realisierung haben soll.</p> Uwe Becker ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-04-14 2017-04-14 Theorien der Inklusion – eine Übersicht https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/413 <p>Die vorliegende Systematisierung der Theoriezugänge zu ‚Inklusion’ ordnet diese von einem Primat des Politischen her. Es handelt sich demnach dezidiert nicht um eine ideengeschichtliche Sortierung, sondern um eine Beschreibung der unterschiedlichen Paradigmen als ‚Theoriepaten’ oder ‚Textpaten’ von politischen Bewegungen. Der Text richtet sich demnach an Menschen, die ein Interesse an der <em>(Re-)Politisierung des Inklusionsbegriffs</em> haben und neugierig sind, was erscheint, wenn man den Dialog mit Betroffenenbewegungen neu aufspannt und von dieser Seite aus auf die Möglichkeiten und Grenzen von Paradigmen blickt.</p> Mai-Anh Boger ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-04-13 2017-04-13 Theoretische Perspektiven auf Sonderpädagogik und Inklusion https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/394 <p>Das Verhältnis von allgemeiner Pädagogik und Sonderpädagogik ist noch immer ungeklärt und so ist auch die Frage der Inklusion weiterhin schwer zu verorten. Der Beitrag zeigt die bildungstheoretische Option (Moser) als Möglichkeit, über Inklusion nachzudenken. Die begriffliche Verankerung mit Elementen kritischer (Bildungs-)Theorie ist als Grundlage einer Annäherung zu verstehen.</p> Sven Bärmig ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-04-09 2017-04-09 Zur Relevanz der Bildsamkeit für inklusionspädagogische ‚Grenzfragen‘ – ein bildungstheoretisches Plädoyer für die Unteilbarkeit pädagogischer Theorie und Praxis https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/347 Der folgende Beitrag widmet sich einer allgemeinpädagogischen Perspektive auf Inklusive Pädagogik. Dabei wird der Fokus auf den 'Wert' der Theorie der Bildsamkeit und der damit korrespondierenden Auffassung des Menschen als Person gelenkt. Es zeigt sich, dass eine bildsamkeitstheoretische Betrachtung pädagogischer Praxis davor schützt, Reduzierungen vorzunehmen: Einmal jene der handelnden Menschen und zum Zweiten von deren Tätigkeiten. Entgegen verkürzter Auffassungen von Bildung wird für eine Interpretation geworben, die Bildung als prinzipielle Lebensform aller Menschen ausweist, wozu die Idee der Bildsamkeit leitend sein kann. Auf dieser Grundlage zeigt sich dann sowohl die Verbundenheit der Menschen im Rahmen ihrer Selbstbestimmung, als auch die Möglichkeit wechselseitiger Anerkennung. Robert Schneider ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-04-09 2017-04-09 Praxistheoretische Inklusionsforschung im Schulunterricht https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/358 <p>Inklusion ist zu einem bedeutenden Schlagwort der bildungspolitischen, erziehungswissenschaftlichen wie pädagogisch-praktischen Diskussionen geworden. Eine aktuelle Stellungnahme der DGfE beispielsweise sieht in Inklusion eine der drei maßgeblichen „Revolutionen im bundesdeutschen Bildungswesen“ (DGfE 2015, S. 1). Von den ersten Schulversuchen zum gemeinsamen Unterricht sogenannter ‚behinderter‘ und ‚nicht-behinderter‘ Kinder in Deutschland in den 1970ern bis zur United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UN 2006) gibt es dabei eine gewisse „theoretische Kontinuität“ (Lütje-Klose und Urban 2014, S. 114). In jüngster Zeit hat sich dieser vornehmlich in der Sonderpädagogik geführte Diskurs ausdifferenziert und letztlich zur Entwicklung eines stärker erziehungswissenschaftlichen, explizit schulpädagogischen Strangs geführt, der auf ein sozialwissenschaftliches Verständnis von Inklusion als Pendant zu Exklusion rekurriert (z.B. bei Xx und Hummrich 2013; Sturm 2015; Fritzsche 2014). Dies erfolgt vor dem Hintergrund einer Konzeption von Dis/Ability, welche diese nicht in Personen, sondern in Interaktionen und Prozessen verortet (z.B. bei Dederich 2007). Bisherige Studien zu Inklusion respektive Integration fokussieren primär die Zusammenarbeit bzw. Kooperation von professionellen Pädagog*innen sowie Einstellungen der schulischen Akteur*innen zu Inklusion. Ein Desiderat hingegen besteht darin, pädagogische Praktiken und die ihnen zugrundeliegenden sozialen Ordnungen in inklusiven Settings zu erforschen, das heißt eine Betrachtung der Aktivitäten, Handlungen, des Tuns – kurz: des <em>wie</em> – der Inklusionsbestrebungen zu beobachten und zu analysieren. Weiter fehlen komplexe, qualitative, multiperspektivische Untersuchungen noch weitestgehend. Um das Problem einer systematischeren Befundlage zum Thema Inklusion zumindest ansatzweise aus praxistheoretischer Perspektive zu bearbeiten, wird im folgenden Beitrag eine Meta-Analyse mehrerer rekonstruktiver, primär ethnographischer Forschungsprojekte geleistet, die wir im Rahmen schulpädagogischer Inklusionsforschung an der [Name der Universität] durchgeführt haben. Zuvor wird genauer erläutert, dass sich der Gegenstand ‚Inklusion‘ sowohl in theoretischer als auch empirischer wie praktischer Ebene als äußerst unbestimmt erweist und daher aus den Forschungsprojekten die These von Inklusion als mehrfache Diffusion resultiert.</p> Jürgen Budde Nina Blasse Svenja Johannsen ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-01-20 2017-01-20 Die Kita-Leitung als Schlüssel für Inklusion? Eine Analyse beruflicher Kompetenzen und Arbeitsbedingungen https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/389 <p>Die Leitungsebene wird für die Umsetzung inklusiver Konzepte in Kindertageseinrichtungen als Schlüsselposition diskutiert. Den Wandel der Organisation auf unterschiedlichen Ebenen zu gestalten und anzuregen, aber auch nachhaltig dafür Sorge zu tragen, dass Barrieren für die Teilhabe und Inklusion aller Kinder abgebaut werden, sind originäre Leitungsaufgaben. Um diese Anforderungen aus der Praxis gerecht zu werden, werden hohe Erwartungen an die Professionalität der Kita-Leitungen, die sich in den Erwartungen an ihre beruflichen Kompetenzen konkretisieren, gestellt. Dabei stellt sich die Frage, ob Leitungskräfte in frühpädagogischen Organisationen diesen Erwartungen gerecht werden können und wie die Arbeitsbedingungen das professionelle Handeln der Kita-Leitung für Inklusion unterstützen oder behindern.</p> Regine Schelle ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-01-20 2017-01-20