Zeitschrift für Inklusion https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online <p>Die "Zeitschrift für Inklusion" ist eine Fachzeitschrift mit dem Fokus integrativer Pädagogik und Inklusion. Integrative Pädagogik beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Leben, Lernen und Arbeiten von behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in allen Lebensbereichen. Inklusion ist die Vision von einem gesellschaftlichen Zusammenleben, in der stigmatisierende Dichotomien wie z. B. "behindert / nichtbehindert" bedeutungslos werden. Darüber hinaus befasst sich Inklusion mit der internationalen Perspektive und mit der Frage einer Weiterentwicklung von integrativer Pädagogik.</p> <h3>Open-Access-Richtlinie</h3> <p>Diese Zeitschrift bietet freien Zugang (Open Access) zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, dass die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt.</p> <h3>Review</h3> <p>Die Zeitschrift für Inklusion verwendet ein Single-Blind-Peer-Review.</p> bidok Deutschland e.V. de-DE Zeitschrift für Inklusion 1862-5088 Inklusion als Kritik https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/411 <p>Ausgehend von einem Verständnis von Behinderung als ‚Diskursbehinderung‘ entfaltet der Autor ein Inklusionsverständnis, das er als Dekonstruktion von Diskursteilhabebarrieren versteht und das auf ein Verschieben von Diskursen beziehungsweise Zugängen zu Diskursen abzielt. Der Autor entfaltet dieses Verständnis vor der Folie des stationären Wohnens in der Behindertenhilfe. Dabei nimmt er Bezug auf Ergebnisse der Studie ‚Wohnräume als pädagogische Herausforderung. Lebenslagen institutionalisiert lebender Menschen mit Behinderung‘ (u.a. Trescher 2017c), welche im Gros zeigen, dass äußere und innere (in)formell vorgegebene Praxen ‚behindernd‘ wirksam werden und letztlich zu einer bürokratischen Überformung der Subjekte führen. Inklusion heißt in diesem Kontext, behindernde Praxen, wie ebenjene bürokratische Überformung, zu dekonstruieren und ist folglich ein Prozess, der Behinderung gegenläufig ist. Inklusion ist deshalb kritisch, weil sie Diskursteilhabebarrieren dekonstruiert und somit letztlich auch Gesellschaft verändert.</p> Hendrik Trescher ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2026-03-20 2026-03-20 Raum und Inklusion: Zu einem relationalen Verhältnis https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/432 <p>Raum wird in Aneignungspraxen durch Subjekte hervorgebracht, während diese in einem Verhältnis wechselseitiger Gleichzeitigkeit als ‚Aneignungssubjekte‘ subjektiviert werden. Menschen, die als ‚behindert‘ bezeichnet werden, haben häufig nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Aneignung bzw. können sich Raum mitunter nur als ‚Territorium der Anderen‘ aneignen. Eine solche Aneignung erfolgt zumeist (ganz wortwörtlich) über Sonderwege. Im Beitrag wird sowohl theoretisch als auch anhand der Betrachtung von Fallbeispielen, die im Rahmen des Projekts „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch e.V. generiert wurden, dargelegt, inwiefern eingeschränkte Aneignungsmöglichkeiten von Raum als Behinderungspraxen wirksam werden. Schlussendlich wird diskutiert, wie Raum und Inklusion relational zusammenhängen bzw. welches Verständnis von Inklusion es bedarf, um Inklusion (in Theorie und Praxis) relational zu denken.</p> Hendrik Trescher Teresa Hauck ##submission.copyrightStatement## 2020-10-20 2020-10-20 Eine psychodynamische Betrachtung von Ausgrenzungsprozessen im Rahmen von Inklusion https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/408 <p>In diesem Beitrag soll die Bedeutung von gruppendynamischen Prozessen in einer inklusiven pädagogischen Praxis herausgearbeitet werden. Einleitend soll ein kurzer Problemaufriss des Paradigmenwechsels im bildungspolitischen Diskurs gegeben werden. Im Fokus der weiteren Betrachtung stehen Gruppenbildungsprozesse und ihre Bedeutung für die Entstehung von inklusiven und exklusiven Situationen in der pädagogischen Praxis. Abschließend werden veränderte Ansprüche an das professionelle pädagogische Handeln in Bezug auf die Betrachtung von psychodynamischen Prozessen im Gruppengeschehen aufgezeigt.</p> Karolina Goschiniak ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2020-01-20 2020-01-20 Disability Studies im Handlungsfeld Behinderung und Sexualität https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/419 <p>Die Perspektive der Disability Studies trägt dazu bei, Menschen mit ‚Behinderung‘ nicht mehr als ‚fremdbestimmte Objekte‘ sondern als ‚handlungsfähige Subjekte‘ wahrzunehmen. Im Bereich der Sexualität von Menschen mit ‚kognitiven‘ oder ‚Schwerstmehrfach-Behinderungen‘ kann eine diversitätsbewusste Haltung helfen, die Differenzlinien ‚Sexualität‘ und‚ Behinderung‘ mit der Wahrung der Menschenwürde zu verbinden. Dabei geht es darum, wie eine machtkritische Sensibilisierung zur Wahrnehmung von Bedürfnissen und Grenzen erfolgen kann, auf deren Grundlage Präventionsmöglichkeiten von (sexueller) Gewalt bei Menschen mit Behinderungen abgeleitet werden können, die sowohl als Gegenstand Sozialer Arbeit als auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden müssen. Daher werden im folgenden Bedingungen, Bedeutungen und Begründungen dieses Themenkomplexes reflektiert.</p> Karin Elinor Sauer ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2019-04-20 2019-04-20 Technische Assistenz am Arbeitsplatz zum Zweck der beruflichen Inklusion von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/426 <p>Der vorliegende Beitrag zielt auf eine Untersuchung der ethischen Implikationen von Assistenzsystemen am Arbeitsplatz – einer technischen Lösung für die Förderung der beruflichen Qualifikation von Menschen mit geistigen Behinderungen. Mein Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass es durch den technologischen Fortschritt im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion heute möglich ist, solche technischen Assistenzsysteme am Arbeitsplatz einzusetzen. In diesem Beitrag entwickle ich eine These hinsichtlich des moralischen Werts solcher Systeme. Das Ergebnis meiner Untersuchung ist, dass Assistenzsysteme am Arbeitsplatz einzusetzen nicht nur moralisch erlaubt ist, sondern dass sich ihr Einsatz darüber hinaus sogar ethisch befürworten lässt. Meine Kernthese lautet, dass ihr ethisch ausschlaggebender Wert in dem Beitrag liegt, den sie zur beruflichen Inklusion von Menschen mit geistigen Behinderungen leisten können. Ich argumentiere dafür, dass Assistenzsysteme am Arbeitsplatz dabei helfen können, dass Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ihren Platz im Arbeitsleben finden. Das heißt, sie eröffnen ihnen einen Zugang zur Arbeitswelt, die ihnen ohne sie verschlossen bliebe oder von der sie zumindest eklatant von Ausschluss bedroht wären. Folgt man meiner Argumentation, so sind Assistenzsysteme am Arbeitsplatz also deshalb ethisch gut, weil sie dazu beitragen, das Ideal einer inklusiven Arbeitswelt zu verwirklichen.</p> Hauke Behrendt ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-04-20 2018-04-20 Quantitative Forschung mit Jugendlichen mit Behinderungen – Stand der Forschung, Entwicklungsbedarfe, Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Jugendforschung https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/437 <p>Im vorliegenden Beitrag wird der Forschungsstand zur Quantitativen Forschung mit Jugendlichen mit Behinderungen beleuchtet, auf Entwicklungsbedarfe hingewiesen und schließlich eine Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Jugendforschung geführt.</p> Nora Gaupp Sandra Ebner Sandra Schütz Folke Brodersen ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-04-20 2018-04-20 Inklusive Kunstpädagogik – potenzial- und differenzaffin https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/428 <p>Dieser Beitrag bezieht die Diskurse der soziologischen Ungleichheitsforschung (Bildungsungleichheit) und der Soziologie sozialer Probleme (Bildungsgerechtigkeit) auf den Kontext der Kunstpädagogik, um ein gemeinsames Begriffsverständnis inklusiver Pädagogik weiterzuentwickeln, welches auf dem Feld der Kunstpädagogik wirksam wird. Etablierte kunstpädagogische Begrifflichkeiten wie ‚Outsider Art‘ oder ‚Art brut‘, die auf eine naive und antiakademische Ästhetik verweisen sollen, weisen darauf hin, dass auch die Kunstpädagogik auf eine lange Tradition separierender Förderung <em>einerseits (Bildungsungleichheit)</em> und einer ungerechten Verteilung künstlerischer und ästhetischer Bildung <em>andererseits (</em><em>Bildungsgerechtigkeit</em><em>)</em> aufbaut. Vor diesem Hintergrund eignet sich das Prinzip der Teilhabegerechtigkeit als bildungsbezogenes Konzept, welches als Orientierungsrahmen für eine inklusive Kunstpädagogik verstanden werden kann. Dies erweist sich gerade dann als sinnvoll, wenn es nicht primär um die Verteilung von Ressourcen gehen soll, sondern um die Entwicklung von Potenzialen, die eine umfängliche Bildungsteilhabe ermöglichen. Demnach scheint für die Fragen einer inklusiven und bildungsgerechten Kunstpädagogik eine Theorieperspektive angemessener, die auf die auf die Entfaltung der Ressourcen von Lernenden zur Verwirklichung von Lebenszielen zielt. Eine potenzialorientierte Ausrichtung in der heterogenen Gemeinschaft kann dabei als Antwort auf die Frage eines konzeptionellen Ansatzes inklusiver Kunstpädagogik verstanden werden. Stärkenorientierte diagnostische Instrumente und didaktische Konzepte sowie potenzialorientierte Interaktionsformen und Haltungen von Lehrkräften werden zur Umsetzung einer inklusiven Kunstpädagogik zentral gestellt.</p> Michaela Sindermann ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-04-19 2018-04-19 Inklusion inklusiv lehren https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/460 <p>Mit dem im Rahmen der qualitätsoffensive Lehrerbildung aus Mitteln des BMBF geförderten Projekt DoProfiL – Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/innenbildung – reagiert die TU Dortmund auf die Anforderungen, die sich aus der zunehmenden gesellschaftlichen Relevanz von Heterogenität und Inklusion für Schule und Hochschule ergeben. Aufgabe eines Teilprojekts ist es hierbei, Lehrende für die Diversität der Studierenden zu sensibilisieren und für inklusionsorientierte Praktiken in der Lehre zu qualifizieren. Als eine Methode zur Initiierung eines Disziplinen- und Fächerübergreifenden Diskurses zur Entwicklung eines gemeinsamen Inklusionsverständnisses aller Projektbeteiligten wird hierbei die World-Café-Methode eingesetzt.</p> <p>Die Ergebnisse des diesjährigen World-Cafés bilden die Grundlage für diesen Beitrag. Wir verdeutlichen, wie Inklusionsorientierung im Rahmen des Projektes DoProfiL an der TU Dortmund in die Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Lehramtsausbildung Eingang findet. Herausgearbeitet wird das Spannungsfeld, welches sich ergibt, wenn auf der einen Seite bei der Entwicklung einer inklusionsorientierten Lehramtsausbildung ausgehend von einem umfassenden Inklusionsverständnis die Vielfalt der Studierenden berücksichtigt wird, ohne dabei auf der anderen Seite die höchst individuellen Studien- und Lernsituationen z. B. von behinderten Studierenden zu übersehen.</p> <p>Des Weiteren wird das World Café hinsichtlich der Fragestellung ausgewertet, in welcher Weise an der TU Dortmund das Thema Inklusion auch Inklusiv gelehrt wird. Aufgezeigt wird, wie es Fachwissenschaft und Fachdidaktik gelingen kann, den Inklusionsdiskurs im eigenen hochschuldidaktischen Tun umzusetzen.</p> <p>Abschließend wird das Potenzial einer inklusionsorientierten Hochschullehre und Hochschule für eine zukunftsorientierte Lehramtsausbildung thematisiert.</p> Carsten Bender Birgit Drolshagen ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-04-18 2018-04-18 Zum Verhältnis von Inklusion und Sprachbildung – Einblicke, offene Fragen, Forschungsperspektiven https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/484 <p><span style="margin: 0px; line-height: 115%; font-family: 'Calibri',sans-serif; font-size: 11pt;">Inklusion ist eine multiprofessionelle Aufgabe, die die Herausforderung mit sich bringt, allen Dimensionen von Heterogenität gerecht zu werden. Dieser Prämisse folgend wird im Beitrag der Blick auf das Verhältnis von inklusiver (Schul-)Pädagogik und Sprachbildung gelegt. Im Fokus stehen Fragen sprachlicher Bildung im Zusammenhang mit Ansprüchen inklusiver Bildung. Im Beitrag soll nachgezeichnet werden, welche Argumentationslinien in der aktuellen Forschungsliteratur aus dem Bereich der Sprachbildung anzutreffen sind, mit denen begründet wird respektive werden könnte, warum Sprachbildung als immanenter Teil von Inklusion verstanden werden kann bzw. sollte. Weiterhin wird in ersten Zügen der Frage nach dem möglichen Charakter einer inklusionsorientierten Sprachbildung nachgegangen. In Bezug auf deren Konstitution werden offene Fragen und Forschungsperspektiven formuliert.</span></p> Laura Rödel Toni Simon ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-03-27 2018-03-27 Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/369 <p>In den letzten Jahren wurden im deutschen Bildungssystem eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, um Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) umzusetzen. Häufig besteht jedoch Unsicherheit darüber, welche Implikationen sich aus Art. 24 BRK für die Einzelschule ergeben. Im Rahmen des Beitrags geht es um die Frage, inwiefern sich die Umsetzung von Art. 24 BRK durch quantitative und qualitative Formen der Datenerhebung überprüfen lässt. Hierfür werden im Rahmen einer juristischen Interpretation zuerst Anforderungen aus Art. 24 BRK für Deutschland abgeleitet. Im nächsten Schritt wird herausgearbeitet, inwiefern sich diese quantitativ und qualitativ überprüfen lassen. Die empirische Erfassung geht mit einer Vielzahl an Herausforderungen einher, z.B. Entwicklung von Benchmarks, Identifikation von Rechteinhabern. Die Kombination aus&nbsp; qualitativen und quantitativen Methoden bietet jedoch auch viel Potential für eine umfassende Datenerhebung, die sowohl für die schulische Praxis, die Bildungspolitik als auch die Forschung von Relevanz ist.</p> Anne Piezunka Cornelia Gresch Michael Wrase ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-03-27 2018-03-27 HdMa on tour - differenziert https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/401 <p>Im Rahmen des Entwicklungsprojekts HdMa (Haus der Mathematik) on tour zum entdeckenden Lernen mathematischer Problemstellungen mit hands-on exhibits haben wir nach differenzierten Lernzugängen gesucht. Diese erweiterten Lernzugänge sollten eine niedrigschwellige und dennoch entdeckende Herangehensweise für Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ermöglichen und somit die Individuallage der Kinder berücksichtigen. Schwierigkeiten auf Grund von heterogenen sprachlichen Voraussetzungen wurden berücksichtig, indem ein neuer Ansatz mit zusätzlichen grafischen Anleitungskärtchen umgesetzt wurde. Um die Problemlösekompetenz im entdeckenden Lernen im Lernprozess der Kinder zu fördern wurden Rahmen als Orientierungshilfen konzipiert. Zusätzlich entwickelten wir visuelle Wahrnehmungshilfen, um den Kindern differenzierte Lernzugänge auf unterschiedlich komplexen Entdeckungsebenen anzubieten. In dieser Arbeit präsentieren wir die Weiterentwicklung der HdMa on tour und machen die didaktische Systematik, der wir gefolgt sind, nachvollziehbar.</p> Monika Musilek Gordan Varelija Monika Miller ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-03-26 2018-03-26 Die Normalisierung des Anders-Seins https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/406 <p>Während Schulpolitik, Schuldirektionen, Lehrkräfte und auch Eltern in vielen europäischen Ländern durch die UN-Behindertenrechtskonvention vor einen Paradigmenwechsel gestellt sind, kann das italienische Schulsystem auf eine rund 40jährige Erfahrung mit einer integrativen und im Ansatz auch schon inklusiven Einheitsschule im Pflichtschulbereich zurückgreifen. Dies ermöglicht eine kritische Analyse der Grenzen und noch ungenutzten Potenziale für inklusive Strategien. Der vorliegende Beitrag versucht, die Diskurse um nötige und mögliche Weiterentwicklungen mit phänomenologischen Einblicken in die gelebte Inklusion an Südtiroler Schulen zu verbinden. Mit „Vignetten“ (Schratz, Schwarz, Westfall-Greiter, 2012) werden exemplarisch Momente von Einschluss und Ausschluss im Unterrichtsgeschehen eingefangen und zur Reflexion angeboten.</p> Hans Karl Peterlini ##submission.copyrightStatement## 2018-02-08 2018-02-08 Zwischen PISA und Inklusion: Die Rolle des sonderpädagogischen Fördersystems in Finnland https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/412 <p>Durch das erfolgreichen Abschneiden bei den PISA-Studien ist das finnische Schulsystem in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Auch unter dem Aspekt von inklusiver Bildung gilt das finnische Bildungssystem als beispielhaft. In den vergangenen Jahren gab es in Finnland einige Veränderungen auf bildungspolitischer Ebene, die auch das Thema Inklusion betreffen. Der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt auf der Reform des sonderpädagogischen Fördersystems. Ein diesbezüglicher Blick auf Finnland soll Aufklärung über den aktuellen Entwicklungsstand geben, und abschließend mögliche Anknüpfpunkte für die deutschsprachige Inklusionsdebatte skizzieren.</p> Christopher Mihajlovic ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2018-01-01 2018-01-01 “die Hoheit über die Räume haben“ – Räumlichkeit professionellen Handelns und Inklusion. https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/440 <p>Der Beitrag diskutiert Inklusion als Form der bildungspolitischen Interventionsstrategie im öffentlichen Raum des Lebenslangen Lernens. Diese Intervention, so die Ausgangsthese, bricht sich an teils differenten, teils ähnlichen Konditionen der Kontexte von Schule bzw. Erwachsenenbildung in der Realisierung von Inklusion. Die Vorstellung von Ergebnissen aus einer explorativ-qualitativen Erhebung mit professionell Tätigen an Lernorten Erwachsenen bringt im Anschluss an relationale Raumtheorien zwei Aspekte in den Vordergrund: Erstens die Konsequenzen des räumlichen Handelns von professionell Tätigen für die spezifische Qualität von Partizipation an einem Lernort, zweitens die Bedeutung von Lernorten als alltägliche Schauplätze der (konfliktären) Aushandlung im System des Lebenslangen Lernens. Der Beitrag mündet in Überlegungen zu einer Perspektivverschränkung der institutionellen Logiken von Schule und Erwachsenenbildung anhand von sechs Komponenten der Transformation zu einem inklusiven System des Lebenslangen Lernens.</p> Silke Schreiber-Barsch ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-22 2017-12-22 Schulische Inklusion zwischen Differenzen und Differenzsetzungen – Annäherungen an Raumproduktion und Raumaneignung im Kontext professioneller Kooperationsprozesse https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/452 <p><em>In diesem Beitrag werden in theoretischer Hinsicht Anknüpfungspunkte und Anschlussfähigkeiten der Diskurse um Inklusion, Behinderung und Raum diskutiert und an einem empirischen Beispiel zu professioneller Kooperation vertieft. Zunächst wird kurz der aktuelle Schulentwicklungsprozess mit dem Anspruch Inklusion skizziert und ein relationales Verständnis von Behinderung dargelegt. Vor diesem Hintergrund werden mittels raumanalytischer Bezüge zu Raumproduktion und Raumaneignung beispielhaft kooperative Praktiken von Sonderpädagoginnen und Regelpädagoginnen in inklusionsorientierten Schulen in Baden-Württemberg analysiert.</em></p> Andreas Köpfer ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-22 2017-12-22 Schule als inklusiver Raum? https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/441 <p>Im vorliegenden Beitrag werden die Aspekte der Flexibilität und Durchlässigkeit pädagogischer Räume als raumbezogene Rahmenbedingungen inklusiver Didaktik herausgearbeitet und anhand ausgewählter Schulraummodelle wie „Klassenraum plus“, „Cluster“ und „Offene Lernlandschaft“ diskutiert. Im Anschluss daran wird am Beispiel der Laborschule Bielefeld – als einer besonders prominenten Vertreterin des bereits in den 1970er Jahre populären Prinzips der „Großraumschule“ – die konkrete Nutzung eines explizit als Lernlandschaft konzipierten Schulgebäudes untersucht, wobei insbesondere die Frage im Mittelpunkt steht, inwieweit es den dortigen Räumlichkeiten gelingt, sowohl zur Verwirklichung eines adaptiven und binnendifferenzierten Unterrichts beizutragen, als auch zur Umsetzung des betreffenden Unterrichts im Co-Teaching sowie zur Herstellung von Gemeinsamkeit sämtlicher Schülerinnen und Schüler im alltäglichen Schulleben.</p> Christian Timo Zenke ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-22 2017-12-22 Die ‚Einbeziehung des Anderen‘: Der ‚utopische Überschuss‘ inklusiver Lern- und Bildungslandschaften https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/434 <p>Die ‚Einbeziehung des Anderen‘: Der ‚utopische Überschuss‘ inklusiver Lern- und Bildungslandschaften</p> Martin Nugel ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-21 2017-12-21 „Ma’ merkt auch, dass Maksim in der Klasse die Macht hat“: Zur ‚inkludierenden’ Wirkung hegemonialer Männlichkeit in den nicht inklusiven Räumen von Schule https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/451 <p>In diesem Beitrag wird, anknüpfend an die Ergebnisse des Artikels „Markierungen und Platzierungen“ (Buchner in dieser Special Issue), das Zusammenspiel zwischen Männlichkeit und Fähigkeit an einer Neuen Mittelschule in Wien untersucht. Dazu wird der Blick exemplarisch auf einen Schüler gerichtet, der durch spezifische Praktiken von Männlichkeit die marginalisierenden Effekte der inferioren Subjektposition „Integrationskind“ vermeiden und stattdessen einen Platz an der Spitze des sozialen Gefüges seiner Klasse erarbeiten kann.</p> Tobias Buchner ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-21 2017-12-21 Markierungen und Platzierungen. Die Produktion von ‚Integrationskindern’ über verräumlichte Praktiken an Regelschulen https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/435 <p>Tobias Buchner:</p> <p>Markierungen und Platzierungen. Die Produktion von ‚Integrationskindern’ über verräumlichte Praktiken an Regelschulen</p> Tobias Buchner ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-21 2017-12-21 Raum und Räumlichkeit im pluralisierten Unterricht https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/455 <p>Im folgenden Beitrag wird die These verfolgt, dass die Transformationen von Schule im Zuge des Anspruchs an Inklusion mit einer (räumlichen) Pluralisierung von Unterricht und Klassenzimmer einhergehen. Dazu wird zuerst die Bedeutung des Klassenraums für die Unterrichtsforschung angedeutet (Kap. 2) und anschließend mit Schatzki ein begriffliches Instrumentarium für die praxistheoretische Fundierung entfaltet (Kap. 3), welches dann mit Bezug auf die Unterscheidung von Raum und Räumlichkeit ausgebaut wird (Kap. 4). Anschließend werden Tendenzen der Differenzierung und Pluralisierung von Unterricht und Klassenzimmer dargestellt und zu der These verdichtet, dass die sukzessive Aufhebung räumlicher Differenzierung in ‚größeren‘ Konstellationen wie dem Schulsystem und der Schulformen keineswegs in einem ‚inklusiven gemeinsamen Unterricht Aller‘ mündet, sondern neue Differenzierungspraktiken im Klassenraum in Gang setzt (Kap. 5). Der Beitrag lotet aus, was für Implikationen die Suspendierung einer Verknüpfung von materiell-statischem Klassenraum und Unterricht zu Gunsten eines materiell-praktischen Klassenraumverständnisses für eine Unterrichtstheorie im Zusammenhang mit Inklusion/Exklusion bedeuten könnte.</p> Georg Rißler Jürgen Budde ##submission.copyrightStatement## http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2017-12-21 2017-12-21