Inklusive Diagnostik – Wesenszüge und Abgrenzung von traditionellen "Grundkonzepten" diagnostischer Praxis. Eine Diskussionsgrundlage

  • Jaqueline Simon
  • Toni Simon

Abstract

Im Beitrag soll einerseits ein prägnanter Vergleich wesentlicher Ausrichtungen von Diagnostik in pädagogischen Settings, wie sie in der pädagogischen Alltagspraxis wiederzufinden sind, angestellt werden. Andererseits sollen grundlegende We-senszüge einer inklusiven Diagnostik skizziert und zur Diskussion gestellt werden.

Literaturhinweise

Belusa, A./Eberwein, H. (1997): Förderdiagnostik – Eine andere Sichtweise diag-nostischen Handelns. In: Eberwein, H. (Hrsg.): Handbuch Integrationspädagogik. 4. Auflage. Beltz, S. 260-268
Boban, I. (2007): Willkommen heißende Diagnostik – ein Schlüsselelement für In-klusion. In: Hinz, A. (Hrsg.): Schwere Mehrfachbehinderung und Integration – Herausforderungen, Erfahrungen, Perspektiven. Marburg: Lebenshilfe-Verlag, 139-145
Boban, I./Hinz, A. (1998): Diagnostik für Integrative Pädagogik. In: Eberwein, H./Knauer, S. (Hrsg.): Handbuch Lernprozesse verstehen. Weinheim: Beltz, 151-164
Boban, I./Kruschel, R. (2012): Die Weisheit der vielen Weisen – Zukunftsfeste und andere Weisen miteinander diagnostisch klug zu handeln: Inklusion als Prinzip sozialer Ästhetik. In: Zeitschrift für Inklusion, Nr. 3 (2012). URL: http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/168
Bortz, J./Döring, N. (2006): Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. 4. überarbeitete Auflage. Berlin: Springer
Brügelmann, H. (2003): Leistungsheterogenität und Begabungsheterogenität in der Primarstufe und in der Sekundarstufe. In: Heyer, P./Preuss-Lausitz, U./Sack, L. (Hrsg.): Länger gemeinsam lernen. Positionen – Forschungsergebnisse – Bei-spiele. Frankfurt a.M.: Grundschulverband – Arbeitskreis Grundschule e.V., S. 60–66
Bühner, M. (2011): Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion. 3. aktuali-sierte und erweiterte Auflage. München u.a.: Pearson Studium
Bundschuh, K. (2007): Förderdiagnostik konkret. 3. Auflage. Bad Heilbrunn: Klink-hardt
Eberwein, H. (Hrsg., 1999): Integrationspädagogik. Kinder mit und ohne Behinde-rung lernen gemeinsam. 5. Auflage. Weinheim: Beltz
Eggert, D. (1998): Von den Stärken ausgehen... Individuelle Entwicklungspläne (IEP) in der Lernförderdiagnostik. 3. Auflage. Dortmund: Borgmann
Feuser, G. (1995): Behinderte Kinder und Jugendliche. Zwischen Integration und Aussonderung. Darmstadt/Berlin: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Fisseni, H.-J. (2004): Lehrbuch der psychologischen Diagnostik. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Göttingen: Hogrefe
Gebauer, M./Simon, T. (2012): Inklusiver Sachunterricht konkret: Chancen, Gren-zen, Perspektiven. In: www.widerstreit-sachunterricht.de, Nr. 18, Oktober 2012. URL: http://www.widerstreit-sachunterricht.de/ebeneI/superworte/inklusion/gebauer_simon.pdf
Geiling, U./Hinz, A./Simon, T. (i. E.): Response-To-Intervention – (k)ein inklusiver Ansatz? In: Bernhardt, N./Hauser, M./Poppe, F./Schuppener, S. (Hrsg.): Inklusion und Chancengleichheit. Diversity im Spiegel von Bildung und Didaktik. Bad Heil-brunn: Kinkhardt
Geiling, U./Prengel, A. (2007): Individuelle Lernpläne in jahrgangsgemischten Gruppen. In: de Boer, H./Burk, K./Heinzel, F. (Hrsg.): Lehren und Lernen in jahr-gangsgemischten Klassen. Frankfurt am Main: Grundschulverband, S. 88-104
Hartke, B. (2012): Besteht ein Widerspruch zwischen Inklusion und Diagnostik? In: Brodkorb, M./Koch, K. (Hrsg.): Das Menschenbild der Inklusion. Erster Inklusions-kongress MV. Dokumentation, S. 59-70. URL: http://www.bildung-mv.de/de/Inklusion/
Hinz, A. (1995): Integration und Heterogenität. Vortrag auf dem Landestreffen der LAG Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Schleswig-Holstein. URL: http:/ / bi-dok.uibk.ac.at/ library/ hinz-heterogenitaet.html#idp237024
Hinz, A. (2002): Von der Integration zur Inklusion – terminologisches Spiel oder konzeptionelle Weiterentwicklung? In: Zeitschrift für Heilpädagogik 9, S. 354-361
Hinz, A. (2013): Inklusion – von der Unkenntnis zur Unkenntlichkeit!? Kritische An-merkungen zu einem Jahrzehnt Diskurs über schulische Inklusion in Deutschland. In: Zeitschrift für Inklusion Online, Ausgabe 1/2013. URL: http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/201/182
Honneth A. (1994): Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte. Frankfurt a. M.: Suhrkamp
Honneth, A. (2005): Verdinglichung. Eine anerkennungstheoretische Studie. Frank-furt a. M.: Suhrkamp
Huber, C./Grosche, M. (2012): Das response-to-intervention-Modell als Grundlage für einen inklusiven Paradigmenwechsel in der Sonderpädagogik. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, 8, S. 312-321
Kahlert, J./Heimlich, U. (2012): Inklusionsdidaktische Netze – Konturen eines Unter-richts für alle (dargestellt am Beispiel des Sachunterrichts). In: U. Heimlich/J. Kah-lert (Hrsg.): Inklusion in Schule und Unterricht. Wege zur Bildung für alle. Kohl-hammer, 153-190
Knauer, S. (1998): Zum Problem des Diagnostikbegriffs im Zusammenhang päda-gogischer Handlungsfelder. In: Eberwein, H./Knauer, S. (Hrsg.): Handbuch Lern-prozesse verstehen. Wege einer neuen (sonder-)pädagogischen Diagnostik. Weinheim & Basel: Beltz, S. 54-65
Knauer, S. (2003): Von den Anfängen der Integration zur heutigen Integrationspä-dagogik. Eine kritische Zwischenbilanz. In: Behinderte 1 (2003), S. 14-25
Kretschmann, R. (2004): Pädagnostik – zur Förderung der Diagnosekompetenz von Lehrerinnen und Lehrern. In: Bartnitzky, H./Speck-Hamdan, A. (Hrsg.): Pädagogi-sche Leistungskultur: Leistungen der Kinder wahrnehmen – würdigen – fördern. Frankfurt a. M.: Arbeitskreis Grundschule, S. 180-217
Liesen, C./Felder, F. (2004): Bemerkungen zur Inklusionsdebatte. In: Heilpädagogik online 03/04, S. 3-29. URL: http://www.heilpaedagogik-online.com/2004/heilpaedagogik_online_0304.pdf
Nussbaum, M. C. (2002): Konstruktion der Liebe, des Begehrens und der Fürsorge. Stuttgart: Reclam
Prengel, A. (2011): Lern- und Förderplanung in inklusiven Schulen – Grundlagen, praktikable Instrumente, Ausblick. Vortrag während der Tagung „Förderplanung in der inklusiven Schule“ im LIS (Landesinstitut für Schule), 15.12.2011, Bremen
Prengel, A. (2012): Respekt und Missachtung. Interaktionen zwischen LehrerInnen und SchülerInnen. In: Andresen, S./Heitmeyer, W. (Hrsg.): Zerstörerische Vorgän-ge. Missachtung und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Instituti-onen. Weinheim und Basel: Beltz, S. 178-194
Prengel, A./Liebers, K./Geiling, U. (2013): Leitideen. In: Geiling, U./Liebers, K./Prengel, A. (Hrsg.): Handbuch ILEA T. Individuelle Lern-Entwicklungs-Analyse im Übergang. Vollständig überarbeitete Fassung. Halle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, S. 11-23
Raithel, J. (2006): Quantitative Forschung. Ein Praxisbuch. Wiesbaden: VS Verlag
Rentzsch, K./Schütz, A. (2009): Psychologische Diagnostik. Grundlagen und An-wendungsperspektiven. Stuttgart: Kohlhammer
Sander, A. (1993): Kind-Umfeld-Diagnose: Ökologischer Ansatz in der Diagnostik. In: Hofmann, R. u.a. (Hrsg.): Kinder mit Förderbedarf – Neue Wege in der sonder-pädagogischen Diagnostik. Pädagogisches Landesinstitut Brandenburg, S. 23-36
Schür, S. (2013): Umgang mit Vielfalt. Integrative und Inklusive Pädagogik, Interkul-turelle Pädagogik und Diversity Management im Vergleich. Bad Heilbrunn: Klink-hardt
Schwager, M. (2005): Die Überwindung der ´Zwei-Gruppen-Theorie´ als Indikator für Inklusion. Erfahrungen der Gesamtschule. URL: www.inklusionspaedagogik.de/ component/ option,com_docman/ task,doc_download/ gid,36/ Itemid,83/ lang,de/
Seitz, S. (2008): Diagnostisches Handeln im Sachunterricht. In: Graf, U./Moser Opitz, E. (Hrsg.): Diagnostik und Förderung im Elementarbereich und Grund-schulunterricht: Lernprozesse wahrnehmen, deuten und begleiten. Baltmanns-weiler: Schneider, S. 190-197
Seitz, S. (2011): Eigentlich nichts Besonderes – Lehrkräfte für die inklusive Schule ausbilden. In: Zeitschrift für Inklusion Online, Ausgabe 3/2011. URL: http://www.in klusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/124/122
Simon, T. (2012): Bildungsphilosophische Überlegungen zum Zusammenhang von Anerkennung und professioneller Entwicklung in der (Sonder)Pädagogik. In: Zeitschrift für Inklusion Online, Ausgabe 3/2012.URL: http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/180/170
Simon, J. (2013): Ansprüche an eine inklusive Diagnostik im Elementar- und Prim-arbereich zur Erfassung kindlicher Kompetenzen im Bereich Numeracy. Unveröf-fentlichte Examensarbeit. Halle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Simon, T. (2013a): Gesundheitsförderung in der Schule und im Sachunterricht als Beitrag zur schulischen Inklusion. In: www.widerstreit-sachunterricht.de, Ausgabe 19, Oktober 2013. URL: http://www.widerstreit-sachunterricht.de/ebeneI/superworte/inklusion/gesund.pdf
Simon, T. (i. E.): Diagnostik als Kernelement inklusiver Didaktik? Inklusionspädago-gische Ansprüche an die Schulpraxis am Beispiel von Diagnostik und Didaktik. In: Bernhardt, N./Hauser, M./Poppe, F./Schuppener, S. (Hrsg.): Inklusion und Chancengleichheit. Diversity im Spiegel von Bildung und Didaktik. Bad Heil-brunn: Klinkhardt
Simon, T./Kruschel, R. (2013): Gesundheitsförderung mithilfe des Index für Inklusi-on? In: Zeitschrift für Inklusion, Nr. 2/2013. URL: http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/217/192
Speck, O. (1989): Das gewandelte Verhältnis zwischen Eltern und Fachleuten in der Frühförderung. In: Speck, O./ Warnke, A. (Hrsg.): Frühförderung mit den El-tern. Behindertenhilfe durch Erziehung, Unterricht und Therapie. München: Ernst Reinhardt, S. 13-20
Speck, O. (2008): System Heilpädagogik. 6. neu bearbeitete Auflage. München: Ernst Reinhardt
Speck, O. (2011): Schulische Inklusion aus heilpädagogischer Sicht. Rhetorik und Realität. 2. Auflage. München: Ernst Reinhardt
Weinert, F. E. (1997): Notwendige Methodenvielfalt: Unterschiedliche Lernfähigkei-ten der Schüler erfordern variable Unterrichtsmethoden des Lehrers. In: Friedrich-Jahresheft 1997: Lernmethoden – Lehrmethoden – Wege zur Selbständigkeit. Seelze, S. 50-52
Wocken, H. (2010): Integration und Inklusion. Ein Versuch, die Integration vor der Abwertung und die Inklusion vor Träumereien zu bewahren. In: Stein, A.-D./Niediek, I./Krach, S. (Hrsg.): Integration und Inklusion auf dem Weg ins Ge-meinwesen. Möglichkeiten und Perspektiven. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 204-234
Wocken, H. (2013): Zum Haus der inklusiven Schule. Ansichten – Zugänge – We-ge. Hamburg: Feldhaus Verlag
Wocken, H. (2013a): Über die Gefährdung des Kindeswohls durch die Schule. Ein unmögliches Essay zur Therapie einer krankmachenden Institution. In: Zeitschrift für Inklusion, Nr. 2/2013. URL: http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/225/200
Veröffentlicht
21.01.2014
Zitationsvorschlag
Simon, J., & Simon, T. (2014). Inklusive Diagnostik – Wesenszüge und Abgrenzung von traditionellen "Grundkonzepten" diagnostischer Praxis. Eine Diskussionsgrundlage. Zeitschrift Für Inklusion, (4). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/194
Ausgabe
Rubrik
Artikel