Anthropologische Grundlagen der Inklusion

  • Reinhald Eichholz
Schlagworte: Behindertenrechtskonvention, Menschenwürde, Inklusion, moralisches Recht, Lebensweltansatz, inklusive Schule, inklusive Pädagogik

Abstract

Inklusion wird in der pädagogischen und politischen Diskussion nur noch verkürzt als Unterrichtsform wahrgenommen. Ein Rückbezug auf die menschenrechtlichen Grundlagen rückt das gemeinschaftliche Leben von Menschen mit und ohne Behinderung in den Mittelpunkt, lässt für die Gestaltung pädagogischer Prozesse aber alle Freiheit, um den Rechten des Einzelnen als Glied der Gemeinschaft gerecht zu werden. Dadurch bekommen die alltäglichen Lebensvollzüge in der Schule einen eigenen Stellenwert. Sie sind die Grundlage des Lernens, indem sie wie aller Unterricht Selbstwertgefühl, Gefühl der eigenen Würde und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft vermitteln müssen. Inklusion ist daher keine zusätzliche pädagogische Aufgabe, sondern ein grundlegender Anspruch an alles pädagigische Handeln.

Autor/innen-Biografie

Reinhald Eichholz
Dr. Reinald Eichholz, Jurist, ehem . Kinderbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Mitglied der National Coalition Deutschland zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention sowie des Verwaltungsrats der Kindernothilfe
Veröffentlicht
02.04.2015
Zitationsvorschlag
Eichholz, R. (2015). Anthropologische Grundlagen der Inklusion. Zeitschrift Für Inklusion, (1). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/261
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Rubrik
Artikel