Zeit und Raum für Beziehungen? Der „Offene Anfang“ in der Grundschule

  • Nicole Freke

Abstract

Nicole Freke diskutiert am Beispiel der Primarstufe der Laborschule Bielefeld, wie sowohl die räumlichen als auch die zeitlichen Strukturen des „Offenen Anfangs“ – also der pädagogisch gestalteten, für die Kinder freiwillig zu besuchenden Zeit zwischen dem morgendlichen Ankommen in der Schule und dem eigentlichen Unterrichtsbeginn – u.a. dazu beitragen, die Beziehungen zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen zu gestalten. Auf Grundlage einer von ihr durchgeführten ethnografischen Studien leitet sie vier Faktoren ab, die zu einer wertschätzenden, entwicklungsförderlichen Beziehungsgestaltung beitragen können: (1) Eine zeitliche Strukturierung, die (auch) Freiräume für Gespräche und spontane gemeinsame Tätigkeiten lässt, (2) einen Raum, der flexibel ist und verschiedene Möglichkeiten bietet, (3) eine Beständigkeit der pädagogischen Beziehungen sowie (4) das Wahrnehmen von und das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder."

Autor/innen-Biografie

Nicole Freke

Nicole Freke, seit Sommer 2018 Primarstufenleiterin der Laborschule Bielefeld, davor war sie für sechs Jahre Abgeordnete Lehrerin an der Universität Bielefeld. Forschungsschwerpunkte: Grundschulpädagogik, Persönlichkeitsentwicklung im Grundschulalter; Demokratieerziehung; Inklusion in der Grundschule

Veröffentlicht
14.06.2020
Zitationsvorschlag
Freke, N. (2020). Zeit und Raum für Beziehungen? Der „Offene Anfang“ in der Grundschule. Zeitschrift Für Inklusion, (2). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/567
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