Was können Schüler*innen zur inklusiven Unterrichtsentwicklung beitragen?

Autor/innen

Schlagwörter:

Inklusive Bildung, Unterricht, Didaktik, Schüler*innen, Partizipation

Abstract

Mit der Entwicklung inklusiver Schulen geht die Entwicklung inklusiven Unterrichts einher. Dessen Umsetzung wird von Lehrpersonen als Herausforderung erlebt und sie fühlen sich teilweise überfordert, wenn sie inklusiven Unterricht umsetzen sollen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch der Wissenschaftsdiskurs zu inklusivem Unterricht komplex ist und sich bisher kein gemeinsames Verständnis durchsetzen konnte, das übergreifend klärt, wie inklusiver Unterricht umzusetzen ist. In der Auseinandersetzung mit inklusivem Unterricht gibt es zudem noch eine weitere wesentliche Leerstelle, denn bis anhin wurden Schüler*innen hauptsächlich als Datenquellen in dessen Erforschung einbezogen, aber nur selten als Expert*innen, obwohl es gute Argumente dafür geben würde. Vor diesem Hintergrund geht der Artikel anhand empirischen Materials der Frage nach, welchen Beitrag die Schüler*innen zur Entwicklung inklusiven Unterrichts leisten können. Das Material stammt aus einem partizipativen Unterrichtsentwicklungsprojekt und zeigt auf, dass Schüler*innen die Entwicklung und Konzeptionierung inklusiven Unterrichts aktiv mitgestalten können. Sie analysieren dabei Problemstellungen aus ihrer persönlichen Perspektive und liefern gehaltvolle Ideen zur Unterrichtsentwicklung. Sowohl die Analysen als auch die Entwicklungsideen lassen sich an den Wissenschaftsdiskurs anschließen und bilden zugleich einen Mehrwert, da sie die Perspektive von Lehrpersonen und Forschenden mit neuen Sichtweisen ergänzen.

Zusammenfassung in einfacher Sprache:

Wie können Schüler*innen inklusiven Unterricht mit entwickeln?

Im Text geht es um Inklusion. Inklusion bedeutet: Alle Menschen sollen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Darum gibt es inklusive Schulen. In diesen Schulen sollen alle Kinder gemeinsam lernen können. Alle Kinder sollen mitmachen können. Zum Beispiel auch Kinder mit Behinderungen.

Aber: Inklusiver Unterricht ist manchmal schwierig. Denn die Kinder in einer inklusiven Schule sind sehr verschieden. Es gibt noch keine genaue Idee, wie inklusiver Unterricht gut klappt. Auch in der Wissenschaft gibt es noch keine gemeinsame Meinung dazu. Bisher wurden Schüler*innen oft nicht gefragt.

Im Text geht es um ein Projekt aus der Schweiz. Im Projekt geht es darum: Lehrer*innen und Schüler*innen entwickeln gemeinsam inklusiven Unterricht. Im Projekt durften die Schüler*innen mitbestimmen. Sie haben Probleme gezeigt und Lösungen vorgeschlagen. Das Projekt hat gezeigt: Die Ideen und Sichtweisen der Schüler*innen sind sehr wichtig. Sie machen den inklusiven Unterricht besser.

Der Text erklärt das Projekt genauer. Und der Text zeigt: Schüler*innen können den inklusiven Unterricht aktiv mitgestalten.

Autor/innen-Biografien

  • Raphael Zahnd, Pädagogische Hochschule FHNW

    Raphael Zahnd ist Leiter der Professur für Inklusive Didaktik und Heterogenität an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Muttenz. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf die Themenfelder inklusive Bildung, inklusive Didaktik, diskursanalytische Untersuchungen zu Behinderung und gesellschaftliche und schulische Ein- und Ausschlussprozesse.

  • Franziska Oberholzer, Pädagogische Hochschule FHNW

    Franziska Oberholzer ist Doktorandin in der Professur für Inklusive Didaktik und Heterogenität an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Muttenz. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf die Themenfelder Inklusive Didaktik, Barrierefreiheit, Partizipative Forschung.

Veröffentlicht

25.04.2024

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Rubrik

Artikel

Zitationsvorschlag

Was können Schüler*innen zur inklusiven Unterrichtsentwicklung beitragen?. (2024). Zeitschrift für Inklusion, 19(1), 42-61. https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/690