Diversität und Partizipation in der inklusionspädagogischen Praxis

Autor/innen

  • Karin Cudak Europa-Universität Flensburg

Schlagwörter:

Diversität, Teilhabe, „Behinderung“, Alltagspraxis, funktionale Differenzierung

Abstract

Ausgangspunkt des Beitrags ist die Beobachtung von Diversität als ein Alltagsphänomen. Hiervon ausgehend werden gesellschaftliche Debatten um den Themenkomplex Inklusion-Teilhabe-Behinderung analysiert und eingeordnet. Behinderungserfahrungen und die Anerkennung des Anspruchs behinderter Menschen auf volle Teilhabe und Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Inklusion werden als Auslöser dafür betrachtet, dass eine menschenrechtsbasierte soziokulturelle Perspektive auf den genannten Themenkomplex in den vergangenen Jahrzehnten eine stärkere Berücksichtigung in Öffentlichkeit und Politik fand. Die soziale Dynamik dieser Debatten und sozialen Bewegungen der nun rechtlich fixierten Ansprüche behinderter Menschen, etwa in der UN-Behindertenrechtskonvention und die Anforderungen an Bildungseinrichtungen, welche aus diesen resultieren, werden in dem Beitrag mit den alltäglichen und institutionellen sozialen Einbettungen von Diversität zueinander in Beziehung gesetzt. Zusammengeführt werden in dem Beitrag diskurstheoretische, alltagsanalytische sowie systemtheoretische Elemente, welche die Folgeprobleme und -implikationen funktionaler Differenzierung unter ungleichen Bedingungen für Individuum, inklusionspädagogische Praxis sowie Gesellschaft insgesamt offenlegen und zur Diskussion stellen.

Zusammenfassung in einfacher Sprache:

Vielfalt und Inklusion

Im Text geht es um Vielfalt. Vielfalt ist überall im täglichen Leben. Und es geht um Inklusion. Inklusion bedeutet: Alle Menschen sollen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Alle Menschen sollen das Recht haben, an der Gesellschaft teilzunehmen. In unserer Gesellschaft gibt es seit vielen Jahren Diskussionen zu den Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. In den Diskussionen geht es viel um die Frage: Wie kann man Inklusion gut umsetzen?

Menschen haben ein Recht auf Inklusion. Dafür gibt es Gesetze. Es gibt zum Beispiel die UN-Behindertenrechtskonvention. Dort steht: Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Selbstbestimmung. Sie sollen die gleichen Möglichkeiten bekommen.

Im Text geht es auch um Bildung und Bildungseinrichtungen. Bildungseinrichtungen sind zum Beispiel Kitas und Schulen. Diese Einrichtungen sollen dafür sorgen, dass alle Menschen dabei sein können. Und dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten bekommen. Doch das ist nicht immer einfach. Obwohl Menschen ein Recht darauf haben. Im Text geht es um die Probleme, die daraus entstehen. Und es geht um die ungleiche Behandlung von Menschen.

Der Text zeigt verschiedene Blickwinkel zu den Themen Inklusion, Vielfalt und Behinderungen. Im Text geht es zum Beispiel um den Alltag von Menschen, um wissenschaftliche Theorien und um die Gesellschaft.

Autor/innen-Biografie

  • Karin Cudak, Europa-Universität Flensburg

    Prof. Dr. Karin Cudak ist Professorin für Inklusion, Teilhabe und Soziale Arbeit an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Rekonstruktive Sozialforschung zu Inklusion und Teilhabe in intersektionalen Kontexten (u. a. Behinderung, Armut, Migration und Flucht); institutionelle Wirkmechanismen und Strukturen der Ausgrenzung und Marginalisierung im städtischen Raum. Sie ist Mitautorin der »RomnoKher-Studie 2021. Ungleiche Teilhabe. Zur Lage der Sinti und Roma in Deutschland« (2023) sowie Autorin der Studie »Bildung für Newcomer. Wie Schule und Quartier mit Einwanderung aus Südosteuropa umgehen« (2017).

Veröffentlicht

25.04.2024

Ausgabe

Rubrik

Artikel

Zitationsvorschlag

Diversität und Partizipation in der inklusionspädagogischen Praxis. (2024). Zeitschrift für Inklusion, 19(1), 16-41. https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/691