Gesellschaftliche Teilhabe von körperlich beeinträchtigten Personen – eine Studie zur Bedarfsabklärung im Lebensbereich Wohnen

  • Jeremias Amstutz
  • Dorothea Lage
  • Sarah Marti
  • Sibylle Nideröst
Schlagworte: Körperlich Beeinträchtigte, Wohnformen, Bedarfsanalyse, Interviews, Inhaltsanalyse, Schweiz

Abstract

Im Jahr 2012 wurde eine Studie zu den individuellen Wohnbedürfnissen von körperlich beeinträchtigen Personen im Kanton Zürich/Schweiz durchgeführt. Hintergrund der Studie bildete dieabnehmende Nachfrage nach kollektiven Wohnangeboten bei gleichzeitig steigendem Bedarf nach individuellen Wohnformen und der damit zusammenhängenden Frage nach den optimalen Dienstleistungsstrukturen. Für die Studie wurden elf Problemzentrierte Interviews mit Betroffenen geführt, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Es zeigt sich, dass individuelle Wohnformen klar bevorzugt werden und sich gleichzeitig zahlreiche Herausforderungen herauskristallisieren, möchte man gleiche Teilhabechancen für körperlich beeinträchtigte Personen schaffen wie für Menschen ohne Beeinträchtigung. Diesen kann nicht einzig mit neuen Dienstleistungsangeboten begegnet werden. Es braucht darüber hinaus ein Umdenken in der Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Konzipierung von Wohnraum.

Autor/innen-Biografien

Jeremias Amstutz
M.A., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Beratung, Coaching und Sozialmanagement an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz – er forscht und lehrt in den Schwerpunkten Sozialmanagement und Case Management in der Sozialen Arbeit.
Dorothea Lage
Prof. Dr. Dorothea Lage, Dozentin am Institut Integration und Partizipation an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz - sie lehrt und forscht zu Themen der Sozialen Arbeit im Kontext von Behinderung und Beeinträchtigung, Unterstützte Kommunikation, schwere mehrfache Beeinträchitgungen und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.
Sarah Marti
Sarah Marti, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Beratung, Coaching und Sozialmanagement an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz – sie forscht in sämtlichen Schwerpunkten ihres Instituts.
Sibylle Nideröst
Prof. Dr. Sibylle Nideröst, Leiterin des Institut Integration und Partizipation an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz - sie lehrt und forscht zu Themen der Sozialen Arbeit im Kontext von HIV/Aids; weitere Themenschwerpunkte sind soziale Ungleichheit und Lebenslagen, soziale Probleme sowie qualitative und quantitative Methoden der Sozialforschung

Literaturhinweise

Fritze, Agnès/Maelicke, Bernd/Uebelhart, Beat (2011) (Hg.). Management und Systementwicklung in der Sozialen Arbeit. Baden-Baden: Nomos Verlag.
Mayring, Philipp (2008). Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken. 10. Aufl. Weinheim Beltz.
Seifert, Monika (2006). Pädagogik im Bereich des Wohnens. In: Wüllenweber, Ernst/Theunissen, Georg/Mühl, Heinz (Hg.) Pädagogik bei geistigen Behinderungen. Ein Handbuch für Studium und Praxis. Stuttgart: Kohlhammer Verlag.
Witzel, Andreas (1982) Verfahren der qualitativen Sozialforschung. Überblick und Alternativen. Frankfurt a. M.: Campus-Verlag.
Veröffentlicht
21.01.2014
Zitationsvorschlag
Amstutz, J., Lage, D., Marti, S., & Nideröst, S. (2014). Gesellschaftliche Teilhabe von körperlich beeinträchtigten Personen – eine Studie zur Bedarfsabklärung im Lebensbereich Wohnen. Zeitschrift Für Inklusion, (4). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/200
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