Bildung für alle – Schule für alle? - Ausblicke auf ein schulpädagogisches Spannungsfeld im Kontext von Steuerungslogik und der aktuellen Debatte um Inklusion

  • Sven Sauter
Schlagworte: Inklusion, Schule für Alle, Bildung für Alle, soziale Frage der Bildung, menschenrechtsbasierte Indikatoren, Reformsemantik und Steuerungslogik von inklusiver Bildung

Abstract

In diesem Beitrag wird vor dem Hintergrund der aktuellen fachwissenschaftlichen Debatte um Inklusion dem favorisierten Konzept einer Schule für alle als anzusteuernde Zielperspektive das der UNESCO-Policy entsprechende Konzept einer Bildung für alle gegenübergestellt. Pointiert wird dabei auf einen blinden Fleck im Inklusionsdiskurs hingewiesen, der in der Vernachlässigung der „sozialen Frage“ besteht. Da bislang noch keine menschenrechtsbasierten Indikatoren für eine empirische Überprüfung von Inklusion vorliegen, bleibt ein Bemessen der Reichweite von Inklusion weitgehend von willkürlichen Setzungen abhängig. In diesem Zusammenhang steht die These, dass die Kontroverse um die schulstrukturelle Reform des Bildungswesens, die der Inklusionsdebatte implizit unterliegt, die notwendige Entwicklung von empirisch belastbaren menschenrechtsbasierten Indikatoren zur Bemessung von Prozessen inklusiver Bildung erschwert.

Autor/innen-Biografie

Sven Sauter
PD Dr. phil. Sven Sauter Technische Universität Dortmund Fakultät Rehabilitationswissenschaften Lehrgebiet Theorie der Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung Emil-Figge-Straße 50 44227 Dortmund   
Veröffentlicht
27.04.2013
Zitationsvorschlag
Sauter, S. (2013). Bildung für alle – Schule für alle? - Ausblicke auf ein schulpädagogisches Spannungsfeld im Kontext von Steuerungslogik und der aktuellen Debatte um Inklusion. Zeitschrift Für Inklusion, (1). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/27
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