Inklusive Sportpädagogik – in der Praxis ein Paradoxon? Erörterungen aus der Betroffenenperspektive

  • Edgar Sauerbier
Schlagworte: Körperbehinderung, Sportlehrer, Diskriminierung, Disability Studies, Sportunterricht

Abstract

Das Gesellschaftssystem der Bundesrepublik ist sicherlich mit Attributen wie demokratisch, weltoffen, sozial und aufgeklärt zu bezeichnen. Dies gilt grundsätzlich auch für die Strukturen des Sports. In diesem Beitrag soll anhand eines Einzelbeispiels – meines eigenen – gezeigt werden, dass diese Grundsätze im Bereich des Sports bisweilen allerdings nur eingeschränkt gelten oder bewusst missachtet werden. Ich bin körperbehindert. Ich bin Sportlehrer. Beide Sätze treffen zu und sind richtig. Gleichfalls ist es Realität, dass ich auf dem Weg zu meiner Profession darin behindert wurde, diese zu erlangen. Fragen nach der Sicherheits- und Hilfestellung im Turnen und der Demonstrationsfähigkeit, um nur zwei Beispiele für schwer überwindbare Barrieren zu nennen, traten auf den Plan. In diesem Beitrag will ich versuchen, Gründen für dieses paradoxe Verhalten, das letztlich darauf ausgerichtet war, meine Teilhabe im Berufsfeld Sport zu verhindern, nachzuspüren.

Autor/innen-Biografie

Edgar Sauerbier
Das Gesellschaftssystem der Bundesrepublik ist sicherlich mit Attributen wie demokratisch, weltoffen, sozial und aufgeklärt zu bezeichnen. Dies gilt grundsätzlich auch für die Strukturen des Sports. In diesem Beitrag soll anhand eines Einzelbeispiels – meines eigenen – gezeigt werden, dass diese Grundsätze im Bereich des Sports bisweilen allerdings nur eingeschränkt gelten oder bewusst missachtet werden. Ich bin körperbehindert. Ich bin Sportlehrer. Beide Sätze treffen zu und sind richtig. Gleichfalls ist es Realität, dass ich auf dem Weg zu meiner Profession darin behindert wurde, diese zu erlangen. Fragen nach der Sicherheits- und Hilfestellung im Turnen und der Demonstrationsfähigkeit, um nur zwei Beispiele für schwer überwindbare Barrieren zu nennen, traten auf den Plan. In diesem Beitrag will ich versuchen, Gründen für dieses paradoxe Verhalten, das letztlich darauf ausgerichtet war, meine Teilhabe im Berufsfeld Sport zu verhindern, nachzuspüren.
Veröffentlicht
22.10.2016
Zitationsvorschlag
Sauerbier, E. (2016). Inklusive Sportpädagogik – in der Praxis ein Paradoxon? Erörterungen aus der Betroffenenperspektive. Zeitschrift Für Inklusion, (3). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/387
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