Kontingente Identitäten des Cochlea-Implantats als Provokation von Normalitäten der Inklusion und Exklusion

  • Mirko Moll Pädagogische Hochschule Heidelberg

Abstract

Das Cochlea-Implantat wird im medizinischen Diskurs durch dessen technisch-organische Aufgabe, Hören (wieder-)herzustellen mit Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe in Verbindung gesetzt. Auf der Grundlage meiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit im Studium des Lehramtes für Sonderpädagogik diskutiert der Artikel die Frage, inwiefern an der Schnittstelle materieller und diskursiver Konstruktionen das CI selbst Anlass für Infragestellungen solcher Charakterisierungen des Objekts sein kann. Hierzu wird entlang der Frage, welches Arrangement auf welche Weise CI-Hören zu ermöglichen hat, ein techniksoziologischer Rahmen entwickelt, der einen Zugang zum CI als Akteur gestattet und Fragen zu dessen kontingenten Wirkungen und vielfältigen Nutzungsweisen anregt. Diese münden in exemplarischen Analysen technischer Funktionen, (un)möglicher Handlungen beteiligter Akteur*innen und Identitäten des CI sowie dem Verhältnis entsprechender CI-Körperpraktiken zur materiell-diskursiven Ordnung. Abschließend fragt der Beitrag danach, wie das CI als Objekt verstanden werden kann, das Normalitäten der Inklusion und Exklusion irritiert.

Veröffentlicht
18.07.2018
Zitationsvorschlag
Moll, M. (2018). Kontingente Identitäten des Cochlea-Implantats als Provokation von Normalitäten der Inklusion und Exklusion. Zeitschrift Für Inklusion, (1). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/478
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