Didaktik in der qualitativ-empirischen Unterrichtsforschung:

eine Forschungsskizze für inklusiven Unterricht

  • Raphael Koßmann Stiftung Universität Hildesheim
Schlagworte: Unterrichtsforschung, Didaktik, Inklusion, zieldifferenter Unterricht, Adaptivität

Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird eine Perspektive für qualitative Unterrichtsforschung skizziert, welche Unterricht als Zusammenhang von Lehre und Subjektivierungsprozessen vor dem Hintergrund der Klassenöffentlichkeit wahrnimmt: Mit welchen Unterstellungen werden die Schüler*innen didaktisch-fachlich adressiert? ‚Antworten‘ sie durchweg den Adressierungen adäquat oder lassen sich regelmäßige Diskrepanzen nachzeichnen? Welche Adaptionen und Binnendifferenzierungen erfolgen und welche Bedeutungen transportieren diese öffentlich? Letztlich geht es um das Fernziel, besser einschätzen zu können, welchen Beitrag schulischer Unterricht zur Persönlichkeitsentwicklung leistet, und die diesbezüglichen Mechanismen zu erkennen. Für konkrete Untersuchungen bietet sich dafür besonders der Blick auf inklusiven Fachunterricht an, welcher mit der hier skizzierten Perspektive auch die in der Theorie prominent gehaltene Trennung von Sonder- bzw. Inklusionspädagogik auf der einen und der ‚normalen‘ Didaktik auf der anderen Seite empirisch zu prüfen gestattet.

Veröffentlicht
10.09.2020
Zitationsvorschlag
Koßmann, R. (2020). Didaktik in der qualitativ-empirischen Unterrichtsforschung:. Zeitschrift Für Inklusion, (3). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/537
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