Intersektionale Ausschlüsse am Schnittpunkt Flucht und Behinderung

Erste Analysen in der Landeshauptstadt München

  • Annette Korntheuer Universität Kassel
Schlagworte: Flucht, Behinderung, Kommune, Intersektionalität

Abstract

Der Sommer der Migration 2015 und die damit verbundenen hohen Zahlen von neu angekommenen Geflüchteten führte in der Kommune München zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Schnittpunkt von Flucht und Behinderung. Dieser Artikel diskutiert die Anwendung einer intersektionalen Perspektive im kommunalen Zusammenhang anhand der Analyse von qualitativen und quantitativen Abfragen in der Landeshauptstadt. Konzeptionelle Grundzüge von Intersektionalität werden umrissen und bezogen auf die Bereiche Fluchtmigration und Behinderung und die kommunale Anbindung diskutiert. Die Darstellung der Ergebnisse liefert erste Hinweise auf die Anzahl der Menschen an diesem Schnittpunkt in München, deren zentralen Bedarfslagen und zur vorhandenen Angebotslandschaft. Im Gesamtblick zeigt sich die Problematik von multiplen Exklusionsprozessen in den versäulten Bereichen der Behindertenhilfe und Migrationsarbeit.

Veröffentlicht
10.09.2020
Zitationsvorschlag
Korntheuer, A. (2020). Intersektionale Ausschlüsse am Schnittpunkt Flucht und Behinderung. Zeitschrift Für Inklusion, (3). Abgerufen von https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/538
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