Willkommen auf der homepage der "Zeitschrift für Inklusion". Auf der Startseite finden Sie die aktuellste Online-Ausgabe. Falls Sie Anregungen, Hinweise, Kritik bzw. Fragen haben, wenden Sie sich bei technischen Angelegenheiten an Frank J. Müller , bezüglich des Inhalts an die Redaktion: Reinhard Burtscher, Stefan Doose, Antje Ginnold, Dieter Katzenbach, Kerstin Merz-Atalik.
die dritte Ausgabe der Zeitschrift für Inklusion erscheint aufgrund einer Vielzahl von beruflichen und persönlichen Entwicklungen im Redaktionsteam erst mit längerem zeitlichem Abstand. Wir freuen uns, fünf Artikel online zu veröffentlichen, die in ihren inhaltlichen Fragestellungen einen breiten Spannungsbogen abdecken.
Dieter Katzenbach und Joachim Schroeder diskutieren mit den Konzepten der "Inklusiven Schule" und den "Milieusensiblen Bildungslandschaften" Weiterentwicklungen des Schulsystems, die auf Selektion verzichten.
Ewald Feyerer zeigt Standards für eine qualitativ gute Umsetzung von schulischer Integration auf. Er vergleicht Ergebnisse aus dem Bundesland Oberösterreich mit der europäischen Studie "Integrative und inklusive Unterrichtspraxis im Sekundarschulbereich" ( Meijer 2005).
Ines Boban beschreibt Unterstützerkreise als ein Schlüsselelement für Inklusion. Die Aufgaben der Moderation im Rahmen einer Persönlichen Zukunftskonferenz werden von ihr anschaulich vorgestellt. Deutlich unterstreicht sie die Bedeutung von Freundschaftsbeziehungen.
Andrea Platte zeigt am Beispiel des Schriftspracherwerbs, wie Unterschiedlichkeiten für Lern- und Bildungsprozesse fruchtbar gemacht werden können, sofern ein gemeinsames Anliegen erkennbar bleibt. Inklusive Didaktik fragt nach dem Verbindenden innerhalb der Vielfalt individueller Zugänge zu einem Lerninhalt.
Stefan Doose stellt zusammenfassende Ergebnisse einer breit angelegten Verbleibs- und Verlaufsstudie zur beruflichen Integration vor. Die Untersuchung gibt detaillierte Hinweise zur Entwicklung der L ebe ns- und Arbeitssituation der unterstützten ArbeitnehmerInnen sowie zu Faktoren, die die Nachhaltigkeit der Vermittlungen beeinflussen.
Im Namen der Redaktion wünschen wir eine schöne Lesezeit.
Dr. Antje Ginnold und Prof. Dr. Reinhard Burtscher
In diesem Aufsatz erfolgt eine Standortbestimmung bezüglich der Umsetzung der Integration an oberösterreichischen Hauptschulen (= HS). Ausgehend von der Darstellung des bildungspolitischen Hintergrunds werden die Steuerungselemente des Staates (Gesetze und Erlässe auf Bundes und Länderebene) vorgestellt und Standards für eine qualitativ gute Umsetzung der Integration auf den Systemebenen Schulverwaltung, Schule und Unterricht aufgezeigt. Dazu wird vor allem auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung in Oberösterreich zurückgegriffen. Ein Vergleich mit den Erkenntnissen der Studie "Integrative und inklusive Unterrichtspraxis im Sekundarschulbereich" (MEIJER 2005) und den "Empfehlungen für Bildungs- und Sozialpolitiker/innen" (EUROPEAN AGENCY 2003) erlaubt eine Verortung der regionalen Situation in die europäische Entwicklung.
den Artikel lesenDie Autorin beschreibt wichtige Aspekte bei der Moderation von Persönlicher Zukunftsplanung. Gerade die beim gemeinsamen Visionieren und Planen sichtbar werdenden, oft hohen emotionalen Ladungen und zuweilen auch die sozialen Verstrickungen machen eine externe Moderation dieses Prozesses notwendig.
den Artikel lesenIm Rahmen einer breit angelegten Verbleibs- und Verlaufsstudie wurde die langfristige Entwicklung der beruflichen Integration von 251 Menschen mit Lernschwierigkeiten (geistiger Behinderung bzw. umfänglicher Lernbehinderung) untersucht, die bundesweit von Integrationsfachdiensten (IFD) und Fachkräften für berufliche Integration (FBI) aus Werkstätten für behinderte Menschen bis Ende 1998 auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt wurden. Zwei Drittel der - auch aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) - vermittelten ArbeitnehmerInnen mit Lernschwierigkeiten in dieser Untersuchung befinden sich durchschnittlich neun Jahre nach ihrer Vermittlung noch in Arbeitsverhältnissen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und können somit als langfristig beruflich integriert gelten. Die Untersuchung gibt detaillierte Hinweise zu der Entwicklung der Lebens- und Arbeitssituation der unterstützten ArbeitnehmerInnen sowie zu Faktoren, die die Nachhaltigkeit der Vermittlungen beeinflussen.
den Artikel lesenAm Beispiel des Schriftspracherwerbs zeigt dieser Artikel, wie Unterschiedlichkeiten für Lern- und Bildungsprozesse fruchtbar gemacht werden können, sofern ein gemeinsames Anliegen erkennbar bleibt. Dass die Teilhabe an Schriftkultur auf verschiedenen Lern- und Leistungsniveaus sehr unterschiedlich aussehen kann, zeigt der sonderpädagogische Diskurs um die Kulturtechniken. Inklusive Didaktik fragt nach dem Verbindenden innerhalb der Vielfalt individueller Zugänge zu einem Lerninhalt - hier der Schriftsprache.
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